ArchivDeutsches Ärzteblatt50/2009Klinikalltag: Dem Ideal genähert
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Herzlichen Glückwunsch zu dem kurz und knapp geschriebenen Artikel, der gut den aktuellen problematischen Stand im Krankenhaus beschreibt. Nur eines verdient einer Klarstellung: Es heißt: „Bereitschaftsdienste sind nur noch mit Honorarärzten aufrechtzuerhalten. Sie werden gebraucht, aber nicht geschätzt. Sie arbeiten fürs Geld, haben keine ärztlichen Ideale mehr.“

Woher bitte weiß die anonymisierte Autorin, dass wir Honorarärzte nicht geschätzt werden und keine ärztlichen Ideale mehr haben? Gerade weil ich als Honorararzt wesentlich mehr Wertschätzung erfahre, als in den vielen Berufsjahren zuvor als Angestellter, habe ich wieder Spaß an der Arbeit.

Meinem Ideal, nämlich als Arzt zu arbeiten, bin ich auch ein ganzes Stück nähergekommen: Ich muss mich viel weniger um DRGs, Fallzahlen und sonstigen bürokratischen Wahnsinn kümmern, sondern kann meine Zeit dem Patienten widmen.

Dass ich „fürs Geld arbeite“ – sorry – ja, ich bekenne mich: Ich kriege dafür sogar noch Geld.
Dr. Heiko Bienengräber, 73728 Esslingen
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