ArchivDeutsches Ärzteblatt51-52/2009Pflegequalität in Kliniken: Ersatzkassen für mehr Transparenz

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Pflegequalität in Kliniken: Ersatzkassen für mehr Transparenz

Hibbeler, Birgit

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LNSLNS Bezüglich der Pflegequalität in Kliniken fordert der Verband der Ersatzkassen (vdek) mehr Transparenz. „Die Pflegequalität in Krankenhäusern ist eine Blackbox“, kritisierte Thomas Ballast, Vorstandsvorsitzender des vdek. Das müsse sich im Interesse der Versicherten und auch des Pflegepersonals ändern. Die Pflegekräfte hätten ein Recht darauf, dass ihre Arbeit abgebildet und gewürdigt werde.

Die Qualitätsberichte, die alle zwei Jahre von den Krankenhäusern veröffentlicht werden, sollten nach Ansicht des vdek verpflichtend auch Hinweise über die Ergebnisqualität der Pflege enthalten. Ambulante und stationäre Pflegeeinrichtungen gingen hier mit gutem Beispiel voran, lobte Ballast. Dort werde die Qualität bereits geprüft und im Internet transparent dargestellt.

Foto: Superbild
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Ballast wies darauf hin, dass die Krankenkassen für die Jahre 2009 bis 2011 im Pflegebereich 17 000 neue Stellen finanziell förderten. „Wir wollen, dass das Geld auch tatsächlich in Pflegekräfte investiert wird“, erläuterte er. Auch deshalb müssten die Kassen wissen, „wie viel Personal tatsächlich in der Pflege eingesetzt wird und nicht etwa für andere Aufgaben“. Wichtig sei in diesem Zusammenhang, dass die Länder ihrer Pflicht zur Investitionsfinanzierung nachkämen. Statt die Pflege zu bezahlen, werde das Geld, das die Kliniken von den Kassen für die Behandlung der Versicherten bekämen, nicht selten in die bauliche Substanz gesteckt. BH
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