ArchivDeutsches Ärzteblatt51-52/2009Chirurgie: Das Privatleben bleibt oft auf der Strecke

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Chirurgie: Das Privatleben bleibt oft auf der Strecke

Hillienhof, Arne

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Viel Arbeit, kaum Freizeit: Da kommen Familie und Freunde meist zu kurz. Foto: picture alliance
Viel Arbeit, kaum Freizeit: Da kommen Familie und Freunde meist zu kurz. Foto: picture alliance
Mehr als 70 Prozent der Chirurginnen und Chirurgen in Deutschland geben an, zu wenig oder gar keine Zeit für das Privat- und Familienleben zu haben. Zu diesem vorläufigen Ergebnis kommt die Deutsche Gesellschaft für Chirurgie in einer Studie, bei der mehr als 3 600 Kollegen befragt wurden. Demnach hat sich der Arbeitsalltag von Chirurgen in den letzten Jahren gewandelt. Neben Operationen gehören dazu immer umfangreichere administrative Aufgaben. Überstunden seien zur Regel geworden. „Chirurgen tragen die höchste Arbeitsbelastung aller Klinikärzte, ihre risikoreiche Tätigkeit birgt zudem große Verantwortung“, sagt einer der Studienautoren, Priv.-Doz. Dr. med. Thomas Bohrer, Würzburg.

Anhand der Ergebnisse zeigt sich, dass etwa 40 Prozent der Befragten ihre Lebensqualität schlechter einschätzen als die der restlichen Bevölkerung. Drei Viertel beklagen sich darüber, dass sie zu wenig Zeit für ihr Privatleben hätten. Trotzdem würden etwa 80 Prozent ihren Beruf ein zweites Mal wählen. „Die meisten Chirurgen zeichnen sich durch einen hohen Grad an Idealismus aus“, erläutert Bohrer. hil
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