ArchivDeutsches Ärzteblatt51-52/2009IQWiG: Leitung des Instituts in der Diskussion

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IQWiG: Leitung des Instituts in der Diskussion

Dtsch Arztebl 2009; 106(51-52): A-2534 / B-2186 / C-2118

Gerst, Thomas

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Peter SawickiFoto: IQWiG
Peter Sawicki
Foto: IQWiG
In einem offenen Brief an Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter Philipp Rösler (FDP) vom 14. Dezember setzt sich die deutsche Sektion der IPPNW (Internationale Ärzte für die Verhinderung des Atomkrieges/Ärzte in sozialer Verantwortung) für eine Vertragsverlängerung von Prof. Dr. med. Peter Sawicki als Leiter des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) ein. Bezug genommen wird in dem Schreiben auf Medienberichte, wonach die Ablösung von Sawicki durch einen industriefreundlicheren Leiter geplant sei. Das IQWiG sei derzeit, betont die deutsche Sektion des IPPNW, „eine der wenigen wirklich unabhängigen Institutionen der Bewertung von Arzneimitteln. Sein Leiter ist ein Garant dieser Unabhängigkeit“.

Zeitgleich wird in Zeitungsberichten aus einem vertraulichen Schreiben Sawickis an den IQWiG-Vorstand zitiert. Hierin informiert er die Vorstandsmitglieder, dass er wegen möglicher Fehler bei Abrechnungen, Lieferungen und Vertragsabschlüssen in der Vergangenheit einen unabhängigen Wirtschaftsprüfer mit der Überprüfung der Vorgänge beauftragt habe. Das Ergebnis soll dem Vorstand noch in diesem Jahr vorgelegt werden. Das Vertragsverhältnis mit Sawicki endet zum 31. August 2010. Über eine Verlängerung oder Neubesetzung entscheidet der IQWiG-Vorstand, der sich aus zwei Vertretern der Krankenkassen und je einem von Kassenärztlicher Bundesvereinigung, Deutscher Krankenhausgesellschaft und Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter­ium zusammensetzt. TG
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