ArchivDeutsches Ärzteblatt51-52/2009Aufklärung: Doping bei Kindern und Jugendlichen

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Aufklärung: Doping bei Kindern und Jugendlichen

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LNSLNS Schätzungsweise drei bis zwölf Prozent der Kinder und Jugendlichen in Deutschland nehmen Medikamente ein, die sie nicht benötigen – und mit denen sie attraktiver und leistungsfähiger werden wollen. Jungen wollen häufig mit einem muskulösen Körper Eindruck machen, bei Mädchen steht das Abnehmen im Vordergrund. Dass sie bei Dopingkontrollen auffallen, brauchen die Jungen und Mädchen außerhalb des Leistungssports nicht zu fürchten, wohl aber die gesundheitlichen Konsequenzen. Muskelaufbau mithilfe von Anabolika kann bei Jungen dazu führen, dass ihr Körperwachstum stoppt, dass sich ihre Hoden zurückbilden und sich Brüste ausprägen. Darüber hinaus drohen Akne, Herz- und Kreislauferkrankungen sowie Leber- und Nierenschäden. Wenn Mädchen appetitzügelnde Hormone einnehmen, führt dies häufig zu Reizbarkeit, Unruhe und Aggressionen bis hin zu Wahnvorstellungen.

Wie der Körper auf die 15 am häufigsten verwendeten Doping-Substanzgruppen reagiert und welche Kurz- und Langzeitfolgen der Missbrauch solcher Substanzen und Medikamente nach sich zieht, haben Sportwissenschaftler vom Lehrstuhl für Sport und Gesund­heits­förder­ung der Technischen Universität München zusammen mit internationalen Dopingfachleuten im Internet zusammengestellt. Die Website richtet sich an Lehrer und Trainer und bietet neben Hintergrundinformationen zur Funktionsweise des Körpers auch Unterrichtsmaterial zum Thema. Für fachlich Interessierte gibt es eine Sammlung wissenschaftlicher Aufsätze zum Forschungsstand. Informationen: www.doping-prevention.sp.tum.de. EB
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