ArchivDeutsches Ärzteblatt51-52/2009Harald zur Hausen: Neuer Präsident der Deutschen Krebshilfe

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Harald zur Hausen: Neuer Präsident der Deutschen Krebshilfe

Dtsch Arztebl 2009; 106(51-52): A-2567 / B-2211 / C-2143

Richter-Kuhlmann, Eva

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Harald zur HausenFoto: ddp
Harald zur Hausen
Foto: ddp
Der Medizin-Nobelpreisträger Prof. Dr. med. Harald zur Hausen wird zum 1. Januar 2010 neuer Präsident der Deutschen Krebshilfe. Einstimmig wählte die Mitgliederversammlung der gemeinnützigen Organisation den 73-jährigen Forscher zum Nachfolger von Prof. Dr. Dagmar Schipanski, die in den vergangenen zehn Jahren die Deutsche Krebshilfe vertrat.

„Ich freue mich darauf, in den nächsten Jahren dazu beitragen zu dürfen, die Präsenz der Deutschen Krebshilfe in der Öffentlichkeit weiter zu festigen und den Spendern zu verdeutlichen, wie wichtig die Arbeit der Deutschen Krebshilfe zur stetigen Verbesserung der Versorgung krebskranker Menschen ist“, betonte zur Hausen anlässlich seiner Wahl. Der seit 47 Jahren in der Krebsforschung tätige Virologe sieht seine neuen Aufgaben jedoch nicht nur in der Außenrepräsentation der Deutschen Krebshilfe, sondern möchte sich auch inhaltlichen Fragen widmen. „Wir verstehen bisher nur zu einem Teil die Ursachen und Entstehungswege von Krebserkrankungen. Hier ist noch viel innovative Forschung zu leisten.“ Neben einer intensiveren Förderung der Krebsforschung will sich zur Hausen ferner für eine bessere Krebsprävention und eine optimale Nachsorge krebskranker Menschen einsetzen.

Zur Hausen war von 1983 bis 2003 im Wissenschaftlichen Stiftungsvorstand des Deutschen Krebsforschungszentrums in Heidelberg tätig. Für seine Arbeiten auf dem Gebiet der Tumorvirologie, die auch zur Entwicklung des Impfstoffs gegen das humane Papillomvirus führten, erhielt er 2008 den Nobelpreis. Eva Richter-Kuhlmann
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