ArchivDeutsches Ärzteblatt1-2/2010Marburger Bund: Mehr Geld für Ärzte kommunaler Krankenhäuser gefordert

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Marburger Bund: Mehr Geld für Ärzte kommunaler Krankenhäuser gefordert

Dtsch Arztebl 2010; 107(1-2): A-4 / B-4 / C-4

Osterloh, Falk

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LNSLNS Der Marburger Bund (MB) hat eine fünfprozentige Erhöhung der Gehälter für die rund 55 000 Ärztinnen und Ärzte in kommunalen Krankenhäusern gefordert. Zudem müssten die Stundenentgelte für den Bereitschaftsdienst deutlich angehoben werden, erklärte der 1. Vorsitzende des MB, Rudolf Henke, Ende Dezember in Berlin. Die Forderungen für die kommende Tarifrunde 2010 wurden der Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA) übermittelt.

Der VKA-Verhandlungsführer für Krankenhäuser, Joachim Finklenburg, erklärte, eine solche „überproportionale Gehaltssteigerung“ könnten die Krankenhäuser nicht verkraften. „Nach dem großen Gehaltssprung der Ärzte in 2006 und den Erhöhungen in 2008 und 2009 um rund acht Prozent ist eine weitere derartige Gehaltssteigerung keinesfalls angemessen. Abgesehen davon ist sie für die Krankenhäuser nicht finanzierbar“, erklärte Finklenburg.

Die Gehälter der Klinikärzte müssen der steigenden Arbeitsbelastung entsprechen, fordert Rudolf Henke vom Marburger Bund. Foto: dpa
Die Gehälter der Klinikärzte müssen der steigenden Arbeitsbelastung entsprechen, fordert Rudolf Henke vom Marburger Bund. Foto: dpa
Henke betonte hingegen, die Bezahlung der Ärzte müsse der steigenden Arbeitsbelastung entsprechen, die vor allem durch höhere Fallzahlen und eine geringere Verweildauer von Patienten im Krankenhaus gekennzeichnet sei. Er kritisierte, dass viele Krankenhäuser Routinetätigkeiten auf die Bereitschaftsdienste in der Nacht oder an Feiertagen auslagerten, um auf diese Weise nicht das volle Gehalt zahlen zu müssen. „Um diesen tarifwidrigen Zustand zu beseitigen, müssen Bereitschaftsdienste endlich besser vergütet werden“, forderte Henke. Da die Kliniken aus dem Konjunkturpaket der Bundesregierung zusätzliches Geld erhalten hätten, gebe es nun für sie auch keinen Grund für Schwarzmalerei. Die Tarifverhandlungen zwischen MB und der VKA beginnen am 18. Januar 2010 in Frankfurt am Main. fos
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