ArchivDeutsches Ärzteblatt1-2/2010Sport: Magnesium schadet nicht
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Der bezüglich Analgetika und NSAR Missbrauch lesenswerte Artikel enthält mit dem Verdikt „Auch Magnesium schadet mehr, als es nützt“ eine abschließende Behauptung, für die es weder im Literaturverzeichnis noch sonst wissenschaftliche Evidenz gibt. Im DÄ-Literaturverzeichnis thematisiert einzig eine Umfrage unter kanadischen Athleten „Nahrungssupplemente“. Exakte Aussagen zu „Schäden“ oder „Nutzen“ sind daraus nicht abzuleiten. Zudem ist die suggestiv formulierte Gedankenkette „Ohne Zweifel können Magnesiumsalze aber zu Durchfällen führen und dadurch eine Elektrolytstörung verschlimmern“ weder quantifiziert noch spezifisch: Anorganische Magnesiumsalze, wie sie typischerweise in Nahrungsergänzungsmitteln – auch in Kanada – zur Anwendung en kommen, können, müssen aber nicht, bei individuell variabel höherer Dosierung (Faustregel > 15 mmol), weiche Stühle bis hin zu Durchfällen machen. Klinisch bekannte Situationen in denen wesentlich höhere Dosierungen zum Einsatz kommen und auch oral gut verträglich sind, brauchen in diesem Zusammenhang nicht vertieft werden. Organische Magnesiumsalze – zudem in angemessener individueller Dosierung und in ausreichender Zeit vor sportlicher Belastung vermeiden dieses in der großen Mehrzahl harmlose Problem. Aus klinischen Studien etwa bei Insulinresistenten (Diabetikern und bei Metabolikern) weisen auf eine Größenordnung um fünf Prozent hin. Die apodiktische Behauptung „schadet mehr“ ist wissenschaftlich nicht belegt . . .
Dr. med. Bodo von Ehrlich, 87435 Kempten
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