ArchivDeutsches Ärzteblatt1-2/2010Gastroenterologie: Gelungen und notwendig

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Gastroenterologie: Gelungen und notwendig

Dtsch Arztebl 2010; 107(1-2): A-36 / B-31 / C-31

Mössner, Joachim

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Jörg C. Hoffmann, Anton J. Kroesen, Bodo Klump (Hrsg.): Chronisch entzündliche Darm­er­krank­ungen. Handbuch für Klinik und Praxis. 2. Auflage, Thieme, Stuttgart, New York 2009, 394 Seiten, gebunden, 89,95 Euro
Jörg C. Hoffmann, Anton J. Kroesen, Bodo Klump (Hrsg.): Chronisch entzündliche Darm­er­krank­ungen. Handbuch für Klinik und Praxis. 2. Auflage, Thieme, Stuttgart, New York 2009, 394 Seiten, gebunden, 89,95 Euro
Die Inzidenz chronisch entzündlicher Darm­er­krank­ungen (CED) nimmt deutlich zu. Auch wenn man die Ätiologie und Pathogenese noch unvollständig versteht, sind CED ein Paradebeispiel des „Zusammenspiels“ zwischen der Genetik, des angeborenen und erworbenen Immunsystems mit unterschiedlichsten Umweltfaktoren. Dieses Handbuch für Klinik und Praxis ist nicht nur Gastroenterologen zur Lektüre zu empfehlen, sondern allen Ärzten, die in die Diagnostik und Therapie von Patienten mit CED involviert sind. Die Lektüre der Kapitel über Genetik, über das intestinale Immunsystem und die intestinale Barriere sind ein „Muss“ für jeden, der verstehen will, warum manche therapeutische Konzepte erfolgreich sind, andere nicht und weshalb man die Erkrankungen noch nicht heilen kann. Die Autoren der Kapitel „intestinales Immunsystem“ und „intestinale Barriere“ hätten sich vielleicht etwas besser absprechen sollen, da es viele Überlappungen gibt. Das Kapitel „Biologika bei CED“ ist für ein Handbuch zu kurz. Hier wäre eine kritische Würdigung der zahlreichen publizierten Studienergebnisse wünschenswert. Auch die Kapitel „Endoskopie“ und „Bildgebende Verfahren“ hätten etwas informativer sein dürfen. Von der Verlagsseite wünscht man sich eine etwas sorgfältigere Korrektur von Rechtschreib- und „Sprachfehlern“.

Insgesamt handelt es sich aber um ein gelungenes und notwendiges Buch über Krankheitsbilder, die weiter an klinischer Bedeutung gewinnen werden, viel Raum für künftige Forschung lassen und bei denen der Weg bis zum vollen Verständnis ihrer Ätiopathogenese und Entwicklung einer kausalen Therapie noch weit sein wird. Joachim Mössner
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