ArchivDeutsches Ärzteblatt PP1/2010Randnotiz: Glückliches Deutschland

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Randnotiz: Glückliches Deutschland

PP 9, Ausgabe Januar 2010, Seite 5

Richter-Kuhlmann, Eva

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LNSLNS Glück und Gesundheit wünschen sich die Menschen zu Beginn eines neuen Jahres. Der Schornsteinfeger, der für das gesundheitliche Wohlergehen der Menschen in ihren Häusern sorgt, indem er die Kamine frei hält, ist noch immer Symbol des Jahreswechsels und des Glücks. Und in der Tat sind es auch heute nicht Faktoren wie Geld und Wirtschaftswachstum, die automatisch zu einer höheren Lebenszufriedenheit der Deutschen führen. Das legt zumindest das erste deutsche „Glücks-Bruttoinlandsprodukt“ (Glücks-BIP) nahe.

Erstellt hat das Glücks-BIP im Auftrag der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft Prof. Dr. Ulrich van Suntum, Münster. Es ergänzt die üblichen Wohlstandsgrößen, wie Einkommen und Vermögen, durch nachweislich glücksrelevante Indikatoren. Dabei zeigt sich, dass vor allem ein erfüllender Job, ein als gut empfundener Gesundheitszustand, eine intakte Familie sowie soziale Kontakte wahre Glücksbringer sind.

„Deutschland ist kein unglückliches Land“, sagt van Suntum, doch trotz steigender Wirtschaftsleistung habe sich das Lebensglück der Deutschen seit Beginn der 90er Jahre nicht erhöht. Aber auch ein konjunkturell bedingter Einbruch hätte sich jetzt noch nicht gezeigt. „Soziale Sicherheit wird um so wichtiger, je besser es den Menschen bereits geht“, erklärt er. Das müsse jedoch nicht für einen Ausbau der Sozialversicherungen sprechen. Private Vorsorge leiste ebenfalls einen wichtigen Beitrag. Den Faktor Gesundheit hat van Suntum als einzigen der persönlichen Kontrollvariablen in das Glücks-BIP aufgenommen: „Denn er ist über die Qualität des Gesundheitswesens durch die Politik beeinflussbar.“
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