ArchivDeutsches Ärzteblatt3/2010Bakteriologische Stuhldiagnostik
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LNSLNS Mich verwundert, das in diesem sehr ausführlichen Artikel fast nichts über die IgG4-vermittelten Nahrungsmittelunverträglichkeiten berichtet wird. Diese sind sehr häufig und sehr gut durch Karenz zu behandeln. Weiterhin findet die quantitative bakteriologische Stuhldiagnostik keine Beachtung. Sehr kostengünstig und noninvasiv bekommt man einen guten Überblick über die Darmflora, Verdauungsrückstände (Fett, Zucker) und Entzündungsmarker (Calprotectin/alpha-1-Antitrypsin). Diese Untersuchung lässt sich natürlich auch leicht bei Kindern durchführen. Die Messung der bakteriellen Spaltungsaktivität von Fructose und Sorbit im Stuhl gibt einen Hinweis auf Zuckerintoleranzen. Gerade bei Kindern kann man ebenso gut einen milden Provokationsversuch mit Apfelsaft beziehungsweise Milch auf nüchternen Magen versuchen. Ebenso kann im Stuhl auf Helicobacter getestet werden. Dies erspart einen Atemtest (der immerhin drei Stunden dauert und entsprechende Karenz beinhaltet) und eine Gastroskopie.

Erweiterte Stuhluntersuchungen wie die Bacteroides-firmicutes-Ratio geben konkrete Hinweise auf unterschiedliche Verdauungs- und Energiestoffwechseleigenheiten.
DOI: 10.3238/arztebl.2010.0040a

Dr. med. Bettina Mrowietz-Ruckstuhl
Fliederweg 26
38226 Salzgitter
E-Mail: praxis@ruckstuhl.de

Interessenkonflikt
Die Autorin hat Referentenhonorar von den Firmen Takeda und Pfizer erhalten. Es wurden Anwendungsbeobachtungen von den Firmen Alcon, Pfizer und Novartis durchgeführt.
1.
Zopf Y, Baenkler HW, Silbermann A, Hahn EG, Raithel M: The differential diagnosis of food intolerance [Differenzialdiagnose von Nahrungsmittelunverträglichkeiten]. Dtsch Arztebl Int 2009; 106(21): 359–69 MEDLINE
1. Zopf Y, Baenkler HW, Silbermann A, Hahn EG, Raithel M: The differential diagnosis of food intolerance [Differenzialdiagnose von Nahrungsmittelunverträglichkeiten]. Dtsch Arztebl Int 2009; 106(21): 359–69 MEDLINE

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