ArchivDeutsches Ärzteblatt3/2010Krankenkassenfusionen: Barmer Gek sieht Selektivverträge als Innovationsmotoren

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Krankenkassenfusionen: Barmer Gek sieht Selektivverträge als Innovationsmotoren

Dtsch Arztebl 2010; 107(3): A-58 / B-50 / C-50

Schmitt-Sausen, Nora

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Deutschlands größte Krankenkasse will die Versorgungslandschaft aktiv mitgestalten. Foto: dpa
Deutschlands größte Krankenkasse will die Versorgungslandschaft aktiv mitgestalten. Foto: dpa
Die aus der Barmer und der Gmünder Ersatzkasse (GEK) hervorgegangene Barmer GEK will sich künftig bei Prävention, Qualität und Wirtschaftlichkeit sowie in der Innovationsförderung positionieren.

Deutschlands größter gesetzlicher Krankenversicherer wolle seine Marktposition nutzen, um die Versorgungslandschaft in Deutschland aktiv mitzugestalten, betonte die neue Vorstandsvorsitzende Birgit Fischer in Berlin. Dabei gelte es in Kooperation und Abstimmung Fortschritte zu erzielen: „Die Interessen aller Akteure müssen zwar berücksichtigt werden, Maßstab muss aber der Patient sein.“

Ein deutliches Signal sendeten die Verantwortlichen in Richtung der Kassenärztlichen Vereinigungen (KVen): „Wir stehen zur KV und halten sie für einen notwendigen Partner“, sagte der stellvertretende Vorstandsvorsitzende, Rolf-Ulrich Schlenker. Die Barmer GEK stelle sich im Wesentlichen hinter die Kollektivverträge, die „gut und wichtig“ für die Basisversorgung und die Flächendeckung seien. Allerdings räumte Schlenker ein, dass die Barmer GEK auf dem Feld der Selektivverträge „mitspielen“ wolle. Solche Verträge könnten als „Würze und Innovationsmotor“ eine sinnvolle Ergänzung sein. Auch zur hausärztlichen Versorgung stehe der Versicherer. Bei den Hausarztverträgen stimme jedoch der Rahmen bislang nicht, vor allem da Zwang statt Freiwilligkeit dominiere. Damit die Barmer GEK mitziehe, müssten einige „Spielregeln“ eingehalten werden: Qualitätssteigerung, finanzielle Tragbarkeit, gerechte Mittelverteilung und Gewährleistung der Sicherstellung.

Bei dem Versicherungsriesen sind 8,5 Millionen Menschen versichert. Hauptsitz der neuen Krankenkasse ist Berlin. Die Barmer GEK beschäftigt rund 19 500 Mitarbeiter. nos
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