ArchivDeutsches Ärzteblatt3/2010Facharztzahlen: Abdriften ist erlaubt
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Beim Überfliegen der Überschrift bin ich als 72-Jähriger und ordentliches Mitglied des Berufsverbandes DGNC (Deutsche Gesellschaft für Neurochirurgie e.V.) am Untertitel „Überversorgung im Fachgebiet Neurochirurgie“ hängen geblieben . . . In meiner Erinnerung hat bisher noch niemand den neurochirurgischen Facharzt angestrebt, um möglichst in Minimalzeit damit leitender Arzt zu werden. Gottlob wehrt sich die Jugend noch immer gegen eine Verschulung ihres Studiums. Warum sollten Kolleginnen und Kollegen von einer Facharztausbildung ferngehalten werden, die ihrem Inter-esse, ihrer Neigung und vielleicht sogar ihren Fähigkeiten entspricht?

Wie kann zum Beispiel der im Stellenmarkt desselben Heftes gesuchte Assistenzarzt „Kenntnisse in diagnostischer Radiologie und/oder Neurologie/Neurochirurgie“ mitbringen, wenn er/sie nicht zumindest zeitweise in diesen Fächern ausgebildet wurde? Warum sollen Jünger(innen) der Neurochirurgie nicht auch gelegentlich abdriften dürfen, zum Beispiel zur Neuroradiologie, Neuropädiatrie, Neuropathologie, Neurotraumatologie, Neuroonkologie oder gar Neuroorthopädie und allgemeiner Chirurgie? Wäre die Facharztvoraussetzung der 1960/70er Jahre die Lösung: ein entsprechender Operationskatalog, Zeugnisse über je ein Jahr Chirurgie, Neurologie und drei Jahre Neurochirurgie?
Dr. med. Helmut Schlarb, 49661 Cloppenburg
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