ArchivDeutsches Ärzteblatt3/2010Hubert Hüppe: Konsequenter Anwalt der Behinderten

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Hubert Hüppe: Konsequenter Anwalt der Behinderten

Richter-Kuhlmann, Eva

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Hubert Hüppe. Foto: dpa
Hubert Hüppe. Foto: dpa
Neuer Behindertenbeauftragter der Bundesregierung ist seit Anfang Januar der nordrhein-westfälische CDU-Politiker Hubert Hüppe. Der 53-Jährige war zuvor 18 Jahre lang Bundestagsabgeordneter, verpasste jedoch bei der Bundestageswahl 2009 den Einzug ins Parlament.

Hüppes Ernennung zum Behindertenbeauftragten durch das Kabinett wird zwar von vielen Seiten begrüßt, doch sicher war sie bis zuletzt nicht, da der Katholik bei manchen als zu konsequenter Lebensschützer gilt. Und in der Tat ist der Vater von drei Kindern, von denen der jüngste Sohn mit Spina bifida geboren wurde, alles andere als bequem, wenn es um die Rechte von Behinderten geht. Während seiner Zeit als Abgeordneter setzte sich Hüppe, der gleichzeitig stellvertretender Bundesvorsitzender der Christdemokraten für das Leben ist, auch als behindertenpolitischer Sprecher der CDU/CSU-Fraktion vehement für behinderte Menschen und deren Familien ein. Besonders engagierte er sich bei den Gesetzgebungsprozessen zum Stammzellgesetz und zu den späten Schwangerschaftsabbrüchen, bei denen er wiederholt auf die Risiken hinwies, die durch die Biomedizin entstehen können. Aufsehen erregte auch sein Antrag auf Verzicht auf eine gesetzliche Regelung von Patientenverfügungen.

Vor seinem neuen Amt habe er großen Respekt, sagte Hüppe dem Deutschen Ärzteblatt. Sein wichtigstes Ziel in den kommenden vier Jahren werde es sein, die UN-Konvention über die Rechte behinderter Menschen in die Praxis umzusetzen. Eva Richter-Kuhlmann

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