ArchivDeutsches Ärzteblatt3/2010Daniel Rühmkorf: Der lässige Staatssekretär

PERSONALIEN

Daniel Rühmkorf: Der lässige Staatssekretär

Dtsch Arztebl 2010; 107(3): A-91 / B-77 / C-77

Rieser, Sabine

Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...
LNSLNS
Daniel Rühmkorf. Foto: MUGV Brandenburg
Daniel Rühmkorf. Foto: MUGV Brandenburg
Gesundheitspolitiker sind dünn gesät. Wenn dann Schaltstellen der Macht zu vergeben sind, kann die Suche nach geeignetem Personal dauern. In Brandenburg ging es flott: Anita Tack, neue Ge­sund­heits­mi­nis­terin (Linkspartei), hat sich den parteilosen Arzt Dr. med. Heinrich-Daniel Rühmkorf (43) als Staatssekretär nach Potsdam geholt.

Tack suchte einen gesundheitspolitischen Fachmann, der zur Partei passt. Beides trifft auf Rühmkorf zu. So hat er bislang im Vorstand des linken Vereins demokratischer Ärztinnen und Ärzte mitgearbeitet. Zuletzt war er gesundheitspolitischer Referent der Linksfraktion im Bundestag. Seitdem weiß er, wie das parlamentarische Geschäft läuft: „Ohne diese Erfahrung wäre ich nicht so gut vorbereitet.“

In Berlin hat die Ernennung für Überraschung gesorgt. Rühmkorf, in der gesundheitspolitischen Szene mit seiner lässigen Art und den farbigen Designer-Klamotten einer der wenigen bunten Hunde, als Staatssekretär? Der Mann, der schon vieles ausprobierte, vom Projektmanagement über den Medizinjournalismus bis hin zum Modefotografen?

Warum nicht? Rühmkorf stammt aus einer Arztfamilie, kann hart arbeiten wie alle Ärzte und befasst sich seit langem mit Gesundheitspolitik. Er ist gut vernetzt und schätzt sachkundigen Austausch. Langweilig wird es ihm ebenfalls nicht werden: In umwelt- und verbraucherpolitische Themen muss er sich noch einarbeiten. Für die neue Aufgabe muss Rühmkorf früher als zuvor anfangen zu arbeiten und regelmäßig in einen dezenten Anzug steigen. An einem will er aber festhalten: den Proben in einem Kreuzberger Kirchenchor. Sabine Rieser
Anzeige

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Fachgebiet

Zum Artikel

Anzeige

Alle Leserbriefe zum Thema