ArchivDeutsches Ärzteblatt24/1997Hausratversicherung: Was beim Wohnungswechsel zu beachten ist

VARIA: Wirtschaft - Versicherungen

Hausratversicherung: Was beim Wohnungswechsel zu beachten ist

rco

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LNSLNS Wer nicht gerade Haus- oder Wohnungseigentümer und damit weitgehend standortgebunden ist, wird hin und wieder seinen Wohnsitz wechseln. Anlässe dazu gibt es genügend - sei es beim Auszug aus der elterlichen Wohnung, bei Gründung einer Familie und dem damit verbundenen Bedarf nach einer größeren Wohnung, beim Umzug ins Eigenheim und ähnliches. Was wird dann aus den Versicherungen, die man besitzt?


Bei allen wohnlichen Veränderungen sollte man auch daran denken, seine Hausratversicherung anzupassen. Zwar unterhalten die meisten Haushalte heutzutage eine Hausratversicherung, um sich gegen Feuer-, Einbruch, Diebstahl-, Leitungswasser-, Sturm- und eventuell zusätzlich Glasschäden abzusichern. Doch nach Feststellungen der Sachversicherer sind die meisten Haushalte unterversichert. "Teilweise bis zu 50 Prozent", schätzt Verbandssprecher Hans-Dieter Roth. Dies führt dann dazu, daß im Schadenfall eben auch nur anteilig Ersatz geleistet wird. Die erste Empfehlung lautet also, den Versicherungsschutz stets auch dem steigenden Wert des Hausrats - vor allem bei Neuanschaffungen - anzupassen.
Doch wie steht es nun bei einem Umzug mit der Hausratversicherung? Zunächst einmal muß man wissen, daß diese Versicherung personengebun-den und nicht wohnsitzgebunden ist, im Zweifelsfall also sozusagen automatisch mit umzieht. Entscheidend ist, auf wen die Versicherungs-Police ausgestellt ist. Zur Verdeutlichung einige Beispiele:
Wenn die Tochter oder der Sohn aus dem elterlichen Haus auszieht und einen eigenen Hausstand gründet, ändert sich für die Eltern als Versicherungsnehmer nichts, aber Sohn oder Tochter müssen ihren Hausrat nun selbst versichern. Nehmen die Eltern dann statt der zu großen eine kleinere Wohnung, geht der Versicherungsschutz mit, sollte aber entsprechend dem kleineren Haushalt auch verringert werden. Ziehen umgekehrt Sohn oder Tochter - inzwischen mit eigener Familie - in eine größere Wohnung oder ins größere Haus der Eltern, nehmen auch sie ihre Versicherung mit, sollten aber die Versicherungssumme dem wachsenden Hausrat anpassen.
Auch wenn sich Partner trennen, besteht Handlungsbedarf. Verläßt der Versicherungsnehmer die ehemals gemeinsame Wohnung, so nimmt er auch die Versicherung mit in die neue Wohnung. Der andere Partner muß nun eine eigene Versicherung abschließen.
Ein letzter Tip: Die Hausratversicherer gewähren zwar bei einem Wohnungswechsel ihren Schutz praktisch stillschweigend für das neue Domizil, doch nur befristet. Denn sie verlangen ihren Bedingungen zufolge, daß der Kunde ihnen den Umzug beziehungsweise die neue Anschrift spätestens bei Umzugsbeginn mitteilt. rco

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