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LNSLNS Mit Freude haben wir das Interesse der Kollegen Dr. Bauer und Prof. Dr. Sybrecht an unserer Arbeit zur Kenntnis genommen.

Die Ausführungen von Herrn Bauer scheinen mit unserer Darstellung der Problematik weitestgehend übereinzustimmen, bei der wir auf viele Aspekte des Rauchverhaltens – abhängig oder nichtabhängig – aus Platzgründen nicht detailliert eingehen konnten. Wie von Herrn Bauer selbst erwähnt, unterscheidet sich Tabakrauch hinsichtlich der Möglichkeit des nichtabhängigen Konsums nicht von anderen psychoaktiven Substanzen. Während unsere Arbeit keine „bedingungslose Bewertung als Suchtmittel“ nahelegen sollte, bestätigt Bauers darauffolgende Darstellung der Tabakabhängigkeit als „die Volkskrankheit, die wahrscheinlich am meisten unterschätzt wird“, dass dem Suchtaspekt des Rauchens nach wie vor nicht die gebührende Aufmerksamkeit geschuldet wird.

Die vorliegende Arbeit war auf Aufhörversuche und -wille bei Personen mit prävalenten kardiovaskulären Erkrankungen und Risikokonditionen fokussiert. Die von Herrn Sybrecht angeführten Zusammenhänge zwischen Rauchverhalten und Lungenkrebs sind selbstverständlich unbestritten und von großer Bedeutung. Eine hinsichtlich des Vorliegens einer Lungenkrebserkrankung stratifizierte Auswertung, wie von Herrn Sybrecht angeregt, wäre aber im vorliegenden Fall nicht informativ gewesen, da die bekanntlich sehr schlechte Prognose dieser Erkrankungen trotz relativ hoher Inzidenz eine niedrige Prävalenz in der Allgemeinbevölkerung bedingt. So berichteten lediglich 7 der 1 652 in die Analysen eingegangenen Weiterraucher von einer vorausgegangenen Lungenkrebsdiagnose.

In der vorliegenden Originalarbeit konnte nur ein kleiner Teilaspekt der umfassenden ESTHER-Studie dargestellt werden. Die Studie schließt selbstverständlich auch umfangreiche Erhebungen zu weiteren wichtigen Erkrankungen, wie der COPD ein, über die an anderer Stelle ausführlich berichtet wurde beziehungsweise noch berichtet werden wird.
DOI: 10.3238/arztebl.2010.0060

Prof. Dr. med. Dietrich Rothenbacher
Christa Stegmaier
Dr. med. Elke Raum
Prof. Dr. med. Hermann Brenner

Dr. med. Lutz Ph. Breitling
Abteilung Klinische Epidemiologie und
Alternsforschung (DKFZ)
Bergheimer Straße 20, 69115 Heidelberg
E-Mail: L.Breitling@dkfz-heidelberg.de

Interessenkonflikt
Die Autoren aller Diskussionsbeiträge erklären, dass kein Interessenkonflikt im Sinne der Richtlinien des International Committee of Medical Journal Editors besteht.
1.
Breitling L, Rothenbacher D, Stegmaier C, Raum E, Brenner H: Older smokers’ motivation and attempts to quit smoking: Epidemiological insight into the question of lifestyle versus addiction [Aufhörversuche und -wille bei älteren Rauchern – Epidemiologische Beiträge zur Diskussion um „Lifestyle“ versus „Sucht“]. Dtsch Arztebl Int 2009; 106(27): 451–5 VOLLTEXT
1. Breitling L, Rothenbacher D, Stegmaier C, Raum E, Brenner H: Older smokers’ motivation and attempts to quit smoking: Epidemiological insight into the question of lifestyle versus addiction [Aufhörversuche und -wille bei älteren Rauchern – Epidemiologische Beiträge zur Diskussion um „Lifestyle“ versus „Sucht“]. Dtsch Arztebl Int 2009; 106(27): 451–5 VOLLTEXT

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