ArchivDeutsches Ärzteblatt4/2010Gesetzliche Kran­ken­ver­siche­rung: Acht Kassen kündigen Zusatzbeiträge an

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Gesetzliche Kran­ken­ver­siche­rung: Acht Kassen kündigen Zusatzbeiträge an

Dtsch Arztebl 2010; 107(4): A-118 / B-102 / C-102

ddp; afp

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DAK-Versicherte müssen künftig einen Zusatzbeitrag von acht Euro monatlich zahlen. Foto: dpa
DAK-Versicherte müssen künftig einen Zusatzbeitrag von acht Euro monatlich zahlen. Foto: dpa
Acht gesetzliche Krankenkassen haben am 25. Januar die Einführung von Zusatzbeiträgen angekündigt. Darunter ist auch eine der größten deutschen Kassen, die DAK mit 6,4 Millionen Versicherten. DAK-Vorstandschef Herbert Rebscher sagte in Berlin, er werde seinem Verwaltungsrat empfehlen, ab Februar einen pauschalen Zusatzbeitrag von acht Euro zu erheben. Der Beschluss steht noch aus.

Die KKH-Allianz kündigte für Ende Februar ebenfalls einen entsprechenden Beschluss des Verwaltungrates an. Auch mehrere Betriebskrankenkassen (BKK) und die AOK Schleswig-Holstein wollen in den nächsten Monaten einen Zusatzbeitrag erheben.

Rebscher sagte, das Thema müsse „enttabuisiert“ werden. Die Versicherer rechnen damit, dass weitere Kassen folgen werden. Der Spitzenverband der gesetzlichen Kassen geht davon aus, dass bis zum Jahresende und „spätestens im nächsten Jahr“ auf alle gesetzlich Versicherten Zusatzbeiträge zukommen. Nach Einschätzung von Experten werden fast alle gesetzlichen Krankenkassen bis Ende dieses Jahres einen Zusatzbeitrag erheben. Im Laufe des Jahres würden Zusatzbeiträge von sieben oder acht Euro „zur Regel“, sagte der Gesundheitswissenschaftler Günter Neubauer vom Münchner Institut für Gesundheitsökonomik in Berlin.

Er verwies darauf, dass die Krankenkassen 2010 trotz des Steuerzuschusses von 3,9 Milliarden Euro ein Defizit von insgesamt vier Milliarden Euro erwarten. ddp/afp
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