ArchivDeutsches Ärzteblatt4/2010Qualitätszuschläge: Bürokratiemonster
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...
LNSLNS
. . . Die Medizinstudierenden werden willkommen geheißen, ihnen wird eine positive Zukunft dargestellt. Andererseits wird in demselben Heft P4P als Weg der KBV zur qualitätsorientierten Vergütung gepriesen. Maßnahmen wie P4P führen aber gerade in den beklagten Mangel an praktisch tätigen Medizinern. Notwendig für den ärztlichen Umgang mit Patienten ist ärztliche Kunst, gespeist aus Interesse, Ausbildung, Fortbildung und Intuition. Kaum einer der Medizinstudenten wird sich wünschen, in Zukunft eine Abteilung des Finanzamtes zu verwalten. Da jedoch seit Jahren den ärztlich arbeitenden Ärzten von „Verwaltern“, getarnt als Experten, Lebens- und Arbeitsqualität vermiest wird, kann vorausgesehen werden, dass Medi-zinstudenten, die noch die Entscheidungsmöglichkeit haben, sich nicht durch freundliche Worte, sondern durch Fakten beeindrucken lassen.

Fakt ist, dass P4P ein neues Bürokratiemonster ist, in dem Dinge bewertet und geregelt werden, die so nicht, wenn überhaupt, zu regeln sind. Es verhindert erneut ärztliche Berufung, es verleidet den ärztlichen Beruf, und es spült erneut das Geld der Versicherten in zweckfremde Kanäle.
Will die KBV den Ärztemangel?
Dr. Hiltrud Weinel, 68259 Mannheim
Anzeige

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Fachgebiet

Zum Artikel

Anzeige