ArchivDeutsches Ärzteblatt4/2010Qualitätszuschläge: Entsetzt
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Mit großem Entsetzen habe ich den Artikel über die qualitätsorientierte Vergütung in der oben genannten Ausgabe gelesen.

Die KBV ist zwischenzeitlich Verursacher allen Übels, das über die Ärzte hereinbricht. Das System der Regelleistungsvolumina ist völlig verunglückt, jetzt wird schon wieder die nächste Sau durchs Dorf getrieben mit einer Menge neuer Worthülsen.

Wir sind als Radiologen in Schleswig-Holstein von massiven Honorarverlusten in Höhe von bis zu 50 Prozent bedroht, lediglich durch die Konvergenzphase greifen diese noch nicht in voller Höhe. Von Honorarzuwächsen sind wir meilenweit entfernt . . . Die qualitätsgesicherte Vergütung wird naturgemäß für jeden Laien sofort erkennbar zu massiv manipulierten Werten führen, wenn das Honorar davon abhängig ist. Selbstverständlich werden Hypertoniker und auch Diabetiker nur noch tolle Werte haben, alles andere wäre doch eine Selbstbeschädigung der entsprechenden Kollegen und ist naturgemäß nicht zu erwarten. Insofern ist vor der sogenannten qualitätsorientierten Vergütung erheblich zu warnen.

Die KBV sollte endlich ihr Augenmerk darauf richten, das völlig misslungene System der Regelleistungsvolumina so schnell es geht abzuschaffen und durch eine vernünftige transparente nachvollziehbare Vergütung zu ersetzen!
Dr. med. Thomas Werlich, Radiologie Elmshorn im Klinikum, 25337 Elmshorn
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