ArchivDeutsches Ärzteblatt4/2010Priorisierung: Der hippokratische Eid reicht nicht mehr aus
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Für den Artikel ist Prof. Köhler zu danken. Es reicht heute nicht mehr, sich auf den hippokratischen Eid zu beziehen. Das ist nicht nur sinnlos, erbringt keine Lösungen für die heutige Problematik in unserem System, sondern drückt eine Vorstellung über die altgriechische Medizin aus, die einfach in keinster Weise zutrifft. Wer glaubt, dass Hippokrates seine Vorstellungen, die er in seinem Eid formulierte (wenn er das überhaupt selbst getan hat), als allgemeingültig ansah, der irrt. Natürlich galt er für alle seine Patienten, aber das war eben nur zahlende Kundschaft. Es gibt keinerlei Berichte, dass Hippokrates durch die Armenviertel wandelte, um dort Sprechstunden für Arme abzuhalten. Denn der Arzt war berühmt und damit teuer! Kein Geld – keine Behandlung durch Hippokrates . . . Wer wirklich etwas für seine Patienten erreichen will, der überlegt einfach mehr, versucht Zusammenhänge zu verstehen, auch wenn sie zu unangenehmen Schlussfolgerungen führen. Denn nur wer diese versteht, kann Notwendiges auch tun, ohne andere Patienten zu gefährden, wie es in einigen Beispielen in dem Artikel aufgezeigt wird.
Dr. Bernhard Reiß, 23898 Sandesneben
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