ArchivDeutsches Ärzteblatt4/2010Mobilfunk: Ohne kritische Prüfung
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. . . Immer mehr Ärzte können die Richtigkeit der Warnungen vor Schädigungen durch Mobilfunk inzwischen durch Erfahrungen in ihrer ärztlichen Praxis bestätigen. Ihre Beobachtungen der schädigenden Wirkung elektromagnetischer Felder reichen bis in die Mitte der 90er Jahre zurück, wurden aber erst in den letzten drei Jahren systematischer gesammelt und miteinander verglichen. Immer mehr Beschwerden und Krankheitssyndrome traten auf, für die es keine der bekannten medizinischen Erklärungen gab. Für Zusammenhänge mit der Einwirkung hochfrequenter elektromagnetischer Felder sprach unter anderem die Tatsache, dass sich die beobachteten Symptome oft zeitgleich mit der Installation solcher Felder in oder außerhalb der Wohnungen eingestellt hatten, und dass sich viele wieder zurückbildeten, sobald die Quelle der Strahlung entfernt oder gemieden wurde. Gegen die gängige Annahme von Einbildungen und bloßen Nocebo-Effekten spricht die Tatsache, dass gerade auch Kleinkinder besonders intensive Wirkungen zeigten, übrigens auch Tiere.

Unbedenklichkeitserklärungen entgegen dem Stand der internationalen Wissenschaft durch Industrie und Politik rufen zum Widerspruch auf. Engagierte Ärzte, Wissenschaftler und Techniker haben sich in der „Kompetenzinitiative zum Schutz von Mensch, Umwelt und Demokratie e.V.“ zusammengeschlossen, um über Gefahren der Funktechnologie aufzuklären und zu verhindern, dass Gesundheit zu einer Handelsware degradiert wird. Unter www.aerzte-und-mobilfunk.net finden Ärzte Informationen, die ihnen das IZMF, die Marketingabteilung der Mobilfunkbetreiber, vorenthält.

Das von der Mobilfunkindustrie herausgegebene Ärztehandbuch wurde im DÄ vorgestellt – ohne kritische Prüfung . . . Wo bleibt die Vorstellung von Korrektiven, die den Stand der unabhängigen internationalen Forschung zugänglich machen? . . .

Dr. med. Markus Kern, 87439 Kempten
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