ArchivDeutsches Ärzteblatt4/2010Telefonseelsorge: Beratung für ehemalige Heimkinder

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Telefonseelsorge: Beratung für ehemalige Heimkinder

Dtsch Arztebl 2010; 107(4): A-146 / B-128 / C-128

EB

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LNSLNS Die katholische Kirche hat ihre bundesweite Hotline für ehemalige Heimkinder vorgestellt, die in den 50er und 60er Jahren in katholischen Einrichtungen untergebracht waren. Unter der Nummer 01 80/ 4 10 04 00 (Kosten: 20 Cent je Anruf aus dem deutschen Festnetz; montags, mittwochs und freitags von 9.00–18.00 Uhr) können ehemalige Heimkinder der Nachkriegszeit anrufen, ihre Lebensgeschichte erzählen und sich therapeutisch beraten lassen. Die Hotline soll ein erstes, niedrigschwelliges Gesprächsangebot für Betroffene sein, das auf Wunsch auch anonym genutzt werden kann. Damit will sich die katholische Kirche den Erwartungen ehemaliger Heimkinder stellen und sie bei der Aufarbeitung ihrer Lebensgeschichten unterstützen.

Die Ehe-, Familien-, und Lebensberatung im Erzbistum Köln realisiert das seelsorgerische Angebot im Auftrag der Deutschen Bischofskonferenz. Die Berater am Telefon sind geschulte Zuhörer und psychotherapeutisch kompetente Gesprächspartner. Die Beratung kann unabhängig von Konfession, Weltanschauung und Herkunft in Anspruch genommen werden. Das Projekt soll für ein Jahr laufen und bei Bedarf verlängert werden.

Zusätzlich gibt es auch die Möglichkeit zur Online-Beratung (www. heimkinder-hotline.de oder www.dbk.de). Auf Wunsch der Anrufer vermitteln die Mitarbeiter der Hotline auch psychotherapeutische Hilfe. Außerdem kann der Kontakt zu den jeweiligen Trägern der Einrichtungen beziehungsweise deren Rechtsnachfolgern ermöglicht werden. EB
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