ArchivDeutsches Ärzteblatt24/1997Entschließungen zum Tagesordnungspunkt III: Novellierung der (Muster-) Berufsordnung

POLITIK: Dokumentationen

Entschließungen zum Tagesordnungspunkt III: Novellierung der (Muster-) Berufsordnung

Dtsch Arztebl 1997; 94(24): A-1657 / B-1403 / C-1253

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LNSLNS Die vom 100. Deutschen Ärztetag mit großer Mehrheit beschlossene (Muster-)Berufsordnung wird in einem der kommenden Hefte des Deutschen Ärzteblattes unter "Bekanntgaben der Herausgeber" im vollen Wortlaut veröffentlicht.
Zusätzlich faßte der Ärztetag unter diesem Punkt seiner Tagesordnung die beiden hier dokumentierten Entschließungen.


Keimbahnmanipulation MBO § 13+15
Wir fordern Politik und Wissenschaft auf, an dem kategorischen Nein zur Keimbahnmanipulation festzuhalten und sich auf internationaler Ebene für ein Verbot einzusetzen.
Wir Ärztinnen und Ärzte lehnen die Entwicklung zur gentechnischen Manipulation der menschlichen Keimbahn ab. Keimbahnmanipulation bedeutet unkalkulierbare Risiken, Freigabe der Embryonenforschung und Eugenik in der Retorte.
Begründung:
In der Bundesrepublik Deutschland ist die Keimbahnmanipulation ebenso wie die Forschung an lebensfähigen Embryonen verboten. Weltweit werden jedoch die Techniken zur gentechnischen Veränderung vorangetrieben; die Idee des Menschen nach Maß gewinnt an Raum, die hieraus erwachsenden Gefahren sind bekannt.
Wir müssen und sollen Zeichen setzen, daß die Gene des Menschen unantastbar sind.


Darstellungsmöglichkeiten im Internet
Die Ärztekammern werden aufgefordert, ihren Mitgliedern Darstellungsmöglichkeiten (Homepages) im Internet für eine sachgerechte Patienteninformation zum Selbstkostenpreis zur Verfügung zu stellen.
Die Bundes­ärzte­kammer wird beauftragt, im Rahmen des Projektes "Deutsches Gesundheitsnetz" nach geeigneten Verfahren zu suchen.
Begründung:
Patienten wird dadurch die Möglichkeit geboten, über das Informationsangebot der Ärztekammer auf die Homepages der Ärzte zu gelangen. Mit dem Angebot der Einrichtung von Homepages in der "Domain" der Ärztekammer kann die Darstellung der Mitglieder konform zur Berufsordnung realisiert werden. Die Einbeziehung in das Projekt "Deutsches Gesundheitsnetz" bietet sich an, da darüber die Mitglieder die Gelegenheit erhalten, unterschiedliche, adressatenspezifische Inhalte für die Patienten (über das Internet) beziehungsweise die Kollegen (über das DGN) darzustellen.

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