ArchivDeutsches Ärzteblatt4/2010ABV-Versorgungswerke: Stabil durch die Krise

BERUF

ABV-Versorgungswerke: Stabil durch die Krise

Dtsch Arztebl 2010; 107(4): [146]

Flintrop, Jens

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LNSLNS Die berufsständischen Versorgungswerke der Angehörigen der verkammerten freien Berufe (Ärzte, Apotheker, Architekten, Notare, Rechtsanwälte, Steuerberater, Tierärzte, Wirtschaftsprüfer und vereidigte Buchprüfer, Zahnärzte, Psychotherapeuten und Ingenieure) haben die Finanzmarktkrise nach eigenen Angaben gut überstanden. Dafür ausschlaggebend seien ihre diversifizierte Anlagestrategie und die Tatsache, dass sie nie in sogenannte Subprime-Anlagen investiert gewesen seien, erklärte der Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft berufsständischer Versorgungseinrichtungen (ABV), Dr. Ulrich Kirchhoff, anlässlich der Mitgliederversammlung seiner Organisation. Allerdings stellten das gegenwärtig niedrige Zinsniveau und die deutlich verlängerte Lebenserwartung der Mitglieder die Versorgungswerke vor „erhebliche Herausforderungen“.
Von der neuen Regierungskoalition erwartet Kirchhoff keine Bedrohung des Systems der berufsständischen Versorgung im Sinne einer Einbeziehung in die gesetzliche Rentenversicherung. Allerdings befürchtet die ABV, so ihr Vorsitzender, dass am Ende der Verabredungen im Koalitionsvertrag zur Vereinfachung der Rentenbesteuerung ein Quellenabzugsverfahren stehen könnte. Dagegen, die Steuern direkt von der Rente einzubehalten und an die Finanzverwaltung abführen zu sollen, wollen sich die Versorgungswerke „mit allen zu Gebote stehenden Mitteln zur Wehr setzen“. Für die Versorgungswerke entstehe hierdurch, so Kirchhoff, erheblicher Mehraufwand. Sie würden gezwungen, Parallelstrukturen zu denen der Finanzverwaltung aufzubauen. Außerdem sei zu berücksichtigen, dass die Versorgungswerke bereits erhebliche finanzielle Mittel aufgewandt hätten, um das gesetzlich normierte Rentenbezugsmitteilungsverfahren umzusetzen. JF
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