ArchivDeutsches Ärzteblatt5/2010Niedergelassene Fachärzte: Garanten für eine gute Versorgung

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Niedergelassene Fachärzte: Garanten für eine gute Versorgung

Schmidt, Klaus

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LNSLNS In internationalen Vergleichen, die auf das Wachstum der Lebenserwartung und die Gesundheitsausgaben pro Kopf abstellen, schneidet das deutsche Gesundheitswesen überdurchschnittlich gut ab. Empirische Studien und Umfragen weisen auf die Bedeutung der internistischen fachärztlichen Versorgung als einen elementaren Baustein einer patientenorientierten wohnortnahen Gesundheitsversorgung hin. Bei ausgewählten Krankheitsbildern übernimmt der niedergelassene Facharzt schon heute die Rolle eines Primärarztes, zuweilen auch die eines „Gatekeeper“.

Trotz schwieriger Rahmenbedingungen leisten die niedergelassenen Fachärzte gute Arbeit. Foto: dpa
Trotz schwieriger Rahmenbedingungen leisten die niedergelassenen Fachärzte gute Arbeit. Foto: dpa
Diese Aussagen enthält ein aktuelles Gutachten der Ökonomen Prof. Eberhard Wille, Mannheim, und Prof. Volker Ulrich, Bayreuth, über die fachärztliche Versorgung, das diese im Auftrag des Berufsverbandes der niedergelassenen fachärztlich tätigen Internisten in München vorgestellt haben.

Allerdings sehen die Gutachter die niedergelassenen Fachärzte vielfach benachteiligt: durch unfairen Wettbewerb mit den Krankenhäusern sowie hohe finanzielle Risiken. So wirke sich die neue Honorarordnung tendenziell negativ aus – aufgrund der Abstaffelung der Fallzahlen die großen Landarztpraxen und aufgrund des niedrigen Punktwerts auch die hochspezialisierten niedergelassenen Fachärzte. Die neuen Regelleistungsvolumina ließen oftmals keinen Spielraum mehr für ausdifferenzierte individuelle Versorgungsschwerpunkte zu. Die Organisationsform der ambulanten Versorgung wird dem Gutachten zufolge künftig von der Einzelpraxis über Gemeinschaftspraxen und Medizinischen Versorgungszentren bis hin zur ambulanten Versorgung am Krankenhaus reichen. Es dürfe keine Organisationsform übervorteilt oder benachteiligt werden. ks

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