ArchivDeutsches Ärzteblatt5/2010Niedergelassene Fachärzte: Garanten für eine gute Versorgung

AKTUELL

Niedergelassene Fachärzte: Garanten für eine gute Versorgung

Dtsch Arztebl 2010; 107(5): A-166 / B-146 / C-142

Schmidt, Klaus

Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...
LNSLNS In internationalen Vergleichen, die auf das Wachstum der Lebenserwartung und die Gesundheitsausgaben pro Kopf abstellen, schneidet das deutsche Gesundheitswesen überdurchschnittlich gut ab. Empirische Studien und Umfragen weisen auf die Bedeutung der internistischen fachärztlichen Versorgung als einen elementaren Baustein einer patientenorientierten wohnortnahen Gesundheitsversorgung hin. Bei ausgewählten Krankheitsbildern übernimmt der niedergelassene Facharzt schon heute die Rolle eines Primärarztes, zuweilen auch die eines „Gatekeeper“.

Trotz schwieriger Rahmenbedingungen leisten die niedergelassenen Fachärzte gute Arbeit. Foto: dpa
Trotz schwieriger Rahmenbedingungen leisten die niedergelassenen Fachärzte gute Arbeit. Foto: dpa
Diese Aussagen enthält ein aktuelles Gutachten der Ökonomen Prof. Eberhard Wille, Mannheim, und Prof. Volker Ulrich, Bayreuth, über die fachärztliche Versorgung, das diese im Auftrag des Berufsverbandes der niedergelassenen fachärztlich tätigen Internisten in München vorgestellt haben.

Allerdings sehen die Gutachter die niedergelassenen Fachärzte vielfach benachteiligt: durch unfairen Wettbewerb mit den Krankenhäusern sowie hohe finanzielle Risiken. So wirke sich die neue Honorarordnung tendenziell negativ aus – aufgrund der Abstaffelung der Fallzahlen die großen Landarztpraxen und aufgrund des niedrigen Punktwerts auch die hochspezialisierten niedergelassenen Fachärzte. Die neuen Regelleistungsvolumina ließen oftmals keinen Spielraum mehr für ausdifferenzierte individuelle Versorgungsschwerpunkte zu. Die Organisationsform der ambulanten Versorgung wird dem Gutachten zufolge künftig von der Einzelpraxis über Gemeinschaftspraxen und Medizinischen Versorgungszentren bis hin zur ambulanten Versorgung am Krankenhaus reichen. Es dürfe keine Organisationsform übervorteilt oder benachteiligt werden. ks
Anzeige

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Deutsches Ärzteblatt plus
zum Thema

Fachgebiet

Zum Artikel

Anzeige

Alle Leserbriefe zum Thema