ArchivDeutsches Ärzteblatt5/2010Medizinische Einmalprodukte: Europaweite Regelung gefordert

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Medizinische Einmalprodukte: Europaweite Regelung gefordert

Dtsch Arztebl 2010; 107(5): A-168 / B-148 / C-144

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Die Aufbereitung von Einmalprodukten ist nicht einheitlich geregelt. Foto: SPL
Die Aufbereitung von Einmalprodukten ist nicht einheitlich geregelt. Foto: SPL
Die Aufbereitung von Medizinprodukten muss stärker überwacht und die Überwachungstätigkeit der Länder einheitlicher gestaltet werden. Das fordert der Europaabgeordnete Dr. med. Thomas Ulmer (CDU). Schätzungen zufolge würden sich aufgrund der Wiederaufbereitung von Medizinprodukten drei Millionen Patienten infizieren, 50 000 Menschen davon könnten an den Folgen sterben. „Das ist eine hohe und vor allem vermeidbare Zahl“, erklärt Ulmer. „Wir brauchen eine europaweit einheitliche Regelung, welche die Wiederverwendung von Einmalprodukten klar definiert. Die Grauzone muss verschwinden.“

Ulmer war in der vergangenen Legislaturperiode Berichterstatter des Europäischen Parlaments für die Revision der Richtlinie über Medizinprodukte. Die Richtlinie enthält bisher keine Regelung zur Wiederaufbereitung von Einmalprodukten. Der Experte hat sich daher mit einer schriftlichen Anfrage an die Kommission gewandt, in der er diese auffordert, tätig zu werden. Vor September dieses Jahres wird voraussichtlich jedoch kein Bericht hierzu erscheinen. EB
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