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Dem Hinweis von Herrn Kollege Prof. Menke aus Offenbach, die Patienten möglichst in der eigenen Spezialsprechstunde nachzukontrollieren, können wir nur voll zustimmen. Dies erlaubt ein zeitnahes und gezieltes Reagieren auf Komplikationen. Der Artikel sollte auch dazu beitragen, mitbehandelnde Ärzte für diese Option zu sensibilisieren und so die Versorgung der betroffenen Patienten zu verbessern.

Die Epithetik, auf welche Herr Prof. Federspil aufmerksam macht, ist ein wichtiger Bestandteil der ästhetischen Spätbetreuung der Patienten. Narben sollten jedoch zum Zeitpunkt der Anpassung vollständig ausgebildet beziehungsweise austherapiert sein, um die Prothese optimal konzipieren zu können.

Ich bedanke mich auch für den Brief von Herrn Dr. Trupkovic, in welchem er auf die Kaltwasserbehandlung eingeht. Auch wenn Tiermodelle jeweils nur bedingt auf die Klinik übertragbar sind, liefern sie wichtige und richtige Hinweise. Eine frühe Wärmezufuhr bei Schwerverbrannten ist – wie im Artikel erwähnt – sinnvoll, um Unterkühlungen zu verhindern, kann aber häufig erst nach Analgosedierung beziehungsweise Intubation erfolgen, da Wärme von den Patienten als extrem schmerzhaft empfunden werden kann. Auf die Anlage auch mehrerer venöser Zugänge gegebenenfalls während des Transports soll aus unserer Sicht keinesfalls verzichtet werden. Bei der zitierten Arbeit zur Ernährung handelt es sich um hilfreiche – wenn auch eher generelle – Richtlinien für Intensivpatienten. Der Artikel bemerkt selbst an mehreren Stellen das Fehlen detaillierter verbrennungsspezifischer Daten zur Ernährungstherapie.

Unser Artikel beschäftigt sich in erster Linie mit der Verbrennung Erwachsener und zielt mit Absicht nicht auf die komplexe Untergruppe der verbrannten Kinder. Dennoch sollten aus unserer Sicht alle schwerverbrannten Kinder in spezialisierten Verbrennungs-Kinderkliniken oder Verbrennungszentren behandelt werden. Ein in dieser Art verletztes Kind in eine normale Pädiatrie oder Kinderchirurgie zu transportieren, kann für Patient und Arzt eine suboptimale Situation herstellen. Die Richtlinien zur Aufnahme in eine Verbrennungsklinik sind durch die Gesellschaften klar definiert. Kleinere Verbrennungen können gleichwohl durch zahlreiche Kollegen korrekt behandelt werden. Aus unseren jahrelangen Erfahrungen in der Behandlung schwerverbrannter Patienten wissen wir, wie häufig Verbrennungstiefen und -ausdehnungen fehlinterpretiert werden. Allgemein gilt: Die Einschätzung der Verbrennung kann am besten durch jene Kollegen erfolgen, die dies häufig durchführen, also über Erfahrung in einem solchen Bereich verfügen. Hierzu zählen in Deutschland in erster Linie die großen durch Plastische Chirurgen geführten Verbrennungszentren (www.verbrennungsmedizin.de).

Ich bedanke mich abermals für die konstruktiven Reaktionen meiner Leser und hoffe, dass der Artikel das Verständnis dieses speziellen Krankheitsbildes nachhaltig verbessern kann.
DOI: 10.3238/arztebl.2010.0101b

Dr. med. Timo A. Spanholtz
Klinik für Plastische und Rekonstruktive Chirurgie, Handchirurgie, Zentrum für Schwerverbrannte
Universität Witten/Herdecke
Campus Köln-Merheim
Ostmerheimer Straße 200
51109 Köln

Interessenkonflikt
Die Autoren aller Beiträge erklären, dass kein Interessenkonflikt im Sinne der Richtlinien des International Committee of Medical Journal Editors besteht.
1.
Spanholtz TA, Theodorou P, Amini P, Spilker G: Severe burn injuries–acute and long-term treatment [Versorgung von Schwerstverbrannten: Akuttherapie und Nachsorge]. Dtsch Arztebl Int 2009: 106: 607–13. VOLLTEXT
1. Spanholtz TA, Theodorou P, Amini P, Spilker G: Severe burn injuries–acute and long-term treatment [Versorgung von Schwerstverbrannten: Akuttherapie und Nachsorge]. Dtsch Arztebl Int 2009: 106: 607–13. VOLLTEXT

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