ArchivDeutsches Ärzteblatt PP2/2010Psychotherapie in der DDR: Keine Opfergruppe bevorzugen
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LNSLNS Der Artikel hat wie der überwiegende Teil aller Beiträge zu dem Thema ein fundamentales Manko: Er spricht nur von politischen Häftlingen und klammert in unzulässiger Weise alle anderen aus, wie die Opfer von Zwangspsychiatrie, Opfer von Berufsverboten und oft jahrzehntelangen Zersetzungsmaßnahmen, die oft wegen der diffizilen Zersetzung mehr gesundheitlich Schaden genommen haben als die Haftopfer. Das zu würdigen ist geboten, um die eigene Glaubwürdigkeit nicht zu verlieren. Den Fehler der „Favorisierung einzelner Opfergruppen“ machen gerade Verbände wie die Vereinigung der Opfer des Stalinismus (VOS) e. V. in einer solchen Weise, dass es einer Diskriminierung aller anderen gleichkommt, um die sich niemand bemüht, die keine Lobby haben und die null Cent für ihre Verfolgung erhalten. Dagegen sind 250 Euro Opferrente für die Haftopfer schon viel, wenn auch viel zu wenig.
Martin Sachse, 10969 Berlin

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