ArchivDeutsches Ärzteblatt6/2010Karl Frenzel: Arzt, Sänger und Komponist

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Karl Frenzel: Arzt, Sänger und Komponist

Dtsch Arztebl 2010; 107(6): A-245 / B-215 / C-211

Klinkhammer, Gisela

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Karl Frenzel. Foto: Benedikt Ernst
Dr. med. Karl Frenzel (37) ist oft erstaunt über die Reaktionen auf seine Auftritte. Es freut ihn, wenn die Zuhörer im Anschluss an ein Konzert mit ihm ins Gespräch kommen und feststellen, dass er ihre Lebenssituation genau getroffen habe. Dass es Frenzel offenbar gelingt, sein Publikum anzusprechen, liegt sicherlich daran, dass er eingängige Melodien mit tiefsinnigen Texten kombiniert.

Jetzt hat Frenzel seine zweite CD herausgegeben. „Tiefseetaucher“ heißt dieses Album, mit dem der Musiker wie ein Taucher neue Welten erkunden will. Musiker und Liedermacher ist Frenzel nebenberuflich. Hauptberuflich ist der vierfache Vater als Allgemeinmediziner und Psychotherapeut in einem Medizinischen Versorgungszentrum in Aachen tätig. „Trotz meiner Musikbegeisterung habe ich mich ganz bewusst dazu entschieden, Arzt zu werden“, sagt er.

Die Musik sei für ihn aber eine Möglichkeit, seine beruflichen Erfahrungen zu verarbeiten. „Je mehr ich durch die Medizin Einblick in andere Welten bekam, desto mehr flossen diese Eindrücke in die Musik ein“, berichtet er. Die Texte seien selbstverständlich so geschrieben, dass sich niemand in ihnen wiedererkennen könne. Vielmehr vermische er seine eigenen Gedanken mit den Lebensgeschichten der Patienten. Da geht es beispielsweise in „Geboren in Chile“ um einen Mann, der schon als Kind unerwünscht war und bis heute seinen Platz nicht gefunden hat. Frenzel selbst bezeichnet seine Musik als „oft melancholisch, aber niemals deprimierend“. Gisela Klinkhammer
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