ArchivDeutsches Ärzteblatt6/2010Notfallmedizin: Wertvolle Übungsanleitungen

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Notfallmedizin: Wertvolle Übungsanleitungen

Dtsch Arztebl 2010; 107(6): A-243 / B-213 / C-209

Wirz, Stefan

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Ludwig Gutermuth, Michael Gerstorfer (Hrsg.): Schockraum-Management. Organisation und Patientenversorgung. Urban & Fischer, Elsevier GmbH, München 2009, 288 Seiten, gebunden, 89,95 Euro
Ludwig Gutermuth, Michael Gerstorfer (Hrsg.): Schockraum-Management. Organisation und Patientenversorgung. Urban & Fischer, Elsevier GmbH, München 2009, 288 Seiten, gebunden, 89,95 Euro
„Dieses Buch kann mehr“ heißt es im Klappentext. Und tatsächlich: Was das interdisziplinäre Autorenteam aus den Kreiskliniken Altötting-Burghausen in dem Lehrbuch „Schockraum-Management – Organisation und Patientenversorgung“ zusammengestellt hat, hält dieses Versprechen.

Die Inhalte sind aktuell, sei es zum Einsatz von Ketamin, den Prinzipien der Beatmung beim Schädel-Hirn-Trauma oder den aktuellen Leitlinien der kardiopulmonalen Reanimation. Das Layout ist übersichtlich, und die Kapitel sind gut gegliedert. Farbig unterlegte Merksätze sind prägnant und erleichtern es dem Leser, schnell das Wesentliche zu finden. Das Bild- und Fotomaterial ist qualitativ gut und relevant, wie zum Beispiel die In-line-Stabilisierung einer HWS-Verletzung. Eindrucksvoll ist auch das radiologische Bildmaterial oder die Darstellung von Vitalparametern im Monitorbild. Scores, Algorithmen und anderes didaktisches Material, wie zum Beispiel der Revised Trauma Score, Vorgehen bei der Notfallintubation des nichtnüchternen Patienten, die AO-Klassifikation von Frakturen oder die Darstellung von Kennreflexen, sind einfach auffindbar und einprägsam, wodurch dieses Buch auch durchaus in der tatsächlichen Notfallsituation genutzt werden kann.

Das „Weißbuch Schwerverletztenversorgung“ der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie fordert für die Versorgung Schwerverletzter eine gute interdisziplinäre Teamarbeit. Wichtige Faktoren dabei sind Qualitätssicherung, Fehlermanagement und gute Kommunikation. Kommentierte Fallbeispiele zur Versorgung Schwerstverletzter verdeutlichen die theoretischen Inhalte plastisch und diskutieren medizinische und kommunikative Probleme der Traumaversorgung. Wichtig sind die Autorenhinweise auf Strategien zum Umgang mit Fehlern. Besonders wertvoll sind dabei einzelne Übungsanleitungen zur Anwendung vor Ort. Damit wird die Forderung des Präsidenten der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie, Prof. Dr. Hartwig Bauer, nach der Umsetzung offizieller Leitlinien in Arbeitsanweisungen beziehungsweise Behandlungspfade unterstützt.

Um die Kritik kurzzufassen: Diese erste Auflage ist durchaus gelungen. Ein absolut empfehlenswertes Buch für alle, die Traumapatienten behandeln. Stefan Wirz
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