ArchivDeutsches Ärzteblatt7/2010Arzneimittelausgaben: Rösler will Sparkonzept vorlegen

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Arzneimittelausgaben: Rösler will Sparkonzept vorlegen

Dtsch Arztebl 2010; 107(7): A-259 / B-227 / C-223

Osterloh, Falk

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LNSLNS Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter Philipp Rösler (FDP) will ein Konzept vorlegen, mit dem die Arzneimittelpreise dauerhaft in den Griff zu bekommen seien. Das erklärte er am 10. Februar nach einem Gespräch mit Vertretern von Krankenkassen in Berlin. Langfristig solle es insbesondere bei innovativen Arzneimitteln zu einer Preisstabilität kommen. Auch ein Modell zur Kosten-Nutzen-Bewertung sei im Gespräch gewesen.

Der stellvertretende Vorstandsvorsitzende des Spitzenverbandes Bund der Krankenkassen, Johann-Magnus von Stackelberg, bezeichnete das Gespräch als offen und konstruktiv. Die Vertreter der Kassen hätten Vorschläge gemacht, wie weitere Zusatzbeiträge für die Versicherten in diesem Jahr verhindert werden könnten.

Auch für Medikamente soll der erniedrigte Mehrwertsteuersatz von sieben Prozent gelten – fordern die Krankenkassen. Foto: Fotolia
Auch für Medikamente soll der erniedrigte Mehrwertsteuersatz von sieben Prozent gelten – fordern die Krankenkassen. Foto: Fotolia
Die Kassen plädieren unter anderem dafür, den Mehrwertsteuersatz auf Arzneimittel von derzeit 19 auf sieben Prozent zu senken. Davon versprechen sie sich Einsparungen von circa drei Milliarden Euro pro Jahr. Außerdem fordern die Kassen höhere Rabatte von Herstellern und Apothekern. Beide Seiten sind zu solchen Abschlägen gegenüber den Versicherern verpflichtet. Die Großhandelsmarge bei Arzneimitteln wollen die Kassen reduzieren. Durch diese drei Punkte seien Einsparungen von mindestens 940 Millionen Euro möglich.

Grünen-Chefin Claudia Roth sprach von einer „Showveranstaltung“ angesichts sinkender Umfragewerte für Schwarz-Gelb. Röslers Treffen mit den Kassenspitzen komme „reichlich spät“ und bleibe „ohne greifbare Ergebnisse“. fos
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