ArchivDeutsches Ärzteblatt8/2010Kontrollierte Zyklofotokoagulation
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LNSLNS Die Beschreibung über die Zyklofotokoagulation berücksichtigt nicht die kontrollierte Zyklofotokoagulation, bei der im Gegensatz zur konventionellen Zyklofotokoagulation Nebeneffekte vermieden werden. Das Wirkprinzip besteht in einer Echtzeit-Dosierungskontrolle jedes einzelnen Effektes, sodass Über- und Unterdosierungen und speziell Pop-Effekte weitgehend vermieden werden. Das Verfahren bewirkt nicht nur eine Verringerung der Kammerwasserproduktion, sondern auch eine Verbesserung des uveoskleralen Abflusses. Die kontrollierte Zyklofotokoagulation erzielt nicht nur nach unseren Erfahrungen einen guten drucksenkenden Effekt, ist komplikationsarm und relativ einfach auszuführen. Sie zählt zu den nichtinvasiven Operationsverfahren. Schmerzen treten so gut wie nie auf.

Das Verfahren wurde von Herrn Preussner von der Universitäts-Augenklinik Mainz entwickelt.
DOI: 10.3238/arztebl.2010.0140a

Dr. med. Stefanie Schmickler
Domhof 15
48683 Ahaus
E-Mail: schmickler@augenpraxis.de
1.
Dietlein TS, Hermann MM, Jordan JF: The medical and surgical treatment of glaucoma [Medikamentöse und chirurgische Therapie des Glaukoms]. Dtsch Arztebl Int 2009; 106: 597–606. VOLLTEXT
1. Dietlein TS, Hermann MM, Jordan JF: The medical and surgical treatment of glaucoma [Medikamentöse und chirurgische Therapie des Glaukoms]. Dtsch Arztebl Int 2009; 106: 597–606. VOLLTEXT

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Clauddi
am Freitag, 15. Februar 2013, 13:09

Vorsicht vor der kontrollierten Zyklofotokoagulation

vgl. auch meine Ausführungen auf S. 41

Sehr geehrte Frau Dr. Schmickler,

Ihre Aussagen in diesem Artikel sind fragwürdig.
Bei der kontrollierten Zyklofotokoagulation können Überdosierungen erst erkannt werden, wenn diese schon eingetreten sind, d.h, wenn der Pop-Effekt bereits geschehen ist und die im Ziliarkörper enthaltene toxische Substanz schon ausgetreten ist und Schaden angerichtet hat.
Sowohl beim herkömmlichen Laser wie beim CoCo Laser beträgt die Rate der Pop-Effekte 10%.
Auch mit diesem Laser kann der Operateur das Operationsgebiet nicht einsehen. kontrolliert kann hier eigentlich gar nichts werden.
Der Eingriff ist extrem komplikationsreich,( auch mit dem CoCo Laser), weswegen z. B. die American Academy of Ophthalmology den Eingriff nur als allerletzte Möglichkeit zulässt und auch nur an Augen, die kaum oder keine Sehkraft mehr haben.
Komplikationen sind u. A.
- starke oft permanente Druckerhöhung
- starke oft permanente Entzündung
- Entrundung und Verzerrung der Pupille, meist irreversibel
- starre Pupille, die nicht auf Licht reagiert, oft irreversibel
- Netzhautschäden durch Fokussierung des Lasers auf die Netzhaut zum Zwecke des Messens der Energie
- Hornhautzerstörungen, oft hebt sich die Hornhaut ab und rollt sich auf
- schnelle Kataraktbildung, weil die Linse nicht mehr ausreichend vom Kammerwasser ernährt wird
- Hypotonie, die zur Schrumpfung und damit zum Verlust des Auges führt (immerhin in ca. 3-4% aller Fälle)
- schwerste oft monatelang anhaltende Schmerzen
- massive Blutungen
- und schließlich: meist schon nach wenigen Wochen wieder Druckanstieg, meistens auf höhere Werte als zuvor.

Wenn man hier liest, das Schmerzen so gut wie nie auftreten, fragt man sich, wie es zu einer solchen Aussage kommen kann. Der Ziliarkörper gehört zu den zwei oder drei schmerzempfindlichsten Organen des Körpers. Wenn die Operation mit lokaler Anästhesie gemacht wird, muss mehrfach nachgespritzt werden, und selbst dann sind die Schmerzen kaum auszuhalten. Wenn bei Allgemeinanästhesie die Patienten aufwachen, haben sie solche Schmerzen, dass sie teilweise versuchen, die Bettdecke zu zerreißen oder sich die Zunge durchzubeißen. Sie benötigen tage-und wochenlang allerstärkste Schmerzmittel. Selbst Monate später können noch starke Schmerzen auftreten.

Ich wünsche Ihnen von ganzem Herzen, dass Sie sich nie in Ihrem Leben einer kontrollierten Fotokoagulation unterziehen müssen. Bei dieser Operation ist das Augenlicht so in Gefahr wie bei keiner anderen Augenoperation.

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