ArchivDeutsches Ärzteblatt8/2010Häusliches Telemonitoring bei chronischer Herzinsuffizienz

MEDIZIN: Übersichtsarbeit

Häusliches Telemonitoring bei chronischer Herzinsuffizienz

Chance für eine bessere Patientenversorgung?

Home Telemonitoring in Patients With Chronic Heart Failure—A Chance to Improve Patient Care?

Dtsch Arztebl Int 2010; 107(8): 131-8; DOI: 10.3238/arztebl.2010.0131

Schmidt, Silke; Schuchert, Andreas; Krieg, Thomas; Oeff, Michael

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Hintergrund: Telemonitoring kann die Versorgung, die Lebensqualität und die Prognose von Patienten mit chronischen Erkrankungen verbessern. Die Übersichtsarbeit fasst den Stand der Versorgungsforschung zum Telemonitoring zusammen und legt einen Schwerpunkt auf Patienten mit chronischer Herzinsuffizienz.
Methode: Selektive Literaturrecherche über die Datenbank Medline mit Fokus auf randomisierte kontrollierte Studien (6/2001 bis 5/2008).
Ergebnisse: Trotz der insgesamt geringen Datenlage zum Monitoring von Vitalsignalen zeigt sich insgesamt eine Evidenz bezüglich der Verbesserung klinischer Endpunkte, insbesondere der Sterblichkeit. Im Hinblick auf die Verbesserung patientenbezogener Endpunkte, zum Beispiel der Lebensqualität, steht der Nachweis noch aus.
Schlussfolgerung: Trotz der Hinweise für die Wirksamkeit von Telemonitoring fehlt es an Evidenz, welches Modell der Versorgung über Telemonitoring, das heißt Vitalparametermonitoring versus strukturiertes Telefonmonitoring, die besten Ergebnisse erzielt. Kritisch ist anzuführen, dass die isolierten Wirkmechanismen des häuslichen Telemonitorings noch nicht vergleichend in ihrer Effektivität geprüft wurden.
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Telemonitoring wird das Potenzial beigemessen, die Versorgung, Lebensqualität und Prognose von Patienten mit chronischen Erkrankungen zu verbessern. Der Begriff Telemonitoring ist eine übergeordnete Bezeichnung, die die verschiedensten klinischen Anwendungen zur elektronischen Übermittlung von biologischen Daten oder Selbstberichten des Patienten zum Arzt zusammenfasst. Die Weitergabe der Information zum Arzt erfolgt zum einen mit einem oder mehreren Geräten, die regelmäßig diese Signale beim Patienten erheben und sie dann automatisiert beziehungsweise patientengesteuert zum Arzt senden. Typische biologische Signale sind Herzfrequenz, Blutdruck, EKG-Veränderungen, Sauerstoffsättigung, Körpergewicht, Atemfrequenz und Körpertemperatur. Die zweite Möglichkeit ist die telefonische Übermittlung von verbalen Selbstberichten oder auch Bilddaten des Patienten. Die Intensität des Telemonitorings erfolgt kontinuierlich oder diskontinuierlich, meist Ereignis-getriggert und sollte sich modular der Fragestellung und den Gegebenheiten der jeweiligen Patientensituation anpassen (14). Insbesondere zu verschiedenen kardialen Erkrankungen sind im deutschsprachigen Raum die klinischen Indikationen, der klinische Mehrwert sowie die methodischen Voraussetzungen des Telemonitorings gut beschrieben (13, 18, 23, e14).

Eine wesentliche Aufgabe des Telemonitorings besteht darin, Patienten mit chronischen Erkrankungen zwischen zwei stationären beziehungsweise ambulanten Arzt-Patienten-Kontakten oder im häuslichen Umfeld besser zu überwachen. Dies impliziert, dass das Monitoring über einen längeren Zeitraum erfolgt. Diese häufigere Erhebung von Befunden soll die Einschätzung des Patienten verbessern, sodass der behandelnde Arzt eine Verschlechterung der Erkrankung frühzeitig erkennt, diese durch gezielte Maßnahmen rechtzeitig behandelt und damit eine stationäre Einweisung vermeiden kann.

Telemonitoring kann auch andere Effekte induzieren und damit die Qualität der Patientenversorgung beeinflussen. Ein Wirkmechanismus könnte ein verbessertes Selbstmanagement des chronisch kranken Patienten sein. Mögliche günstige Folgen dieses Effektes wäre zum Beispiel eine größere Therapieadhärenz der vom Arzt verordneten Medikation.

Die neuere Entwicklung und Umsetzung von telemonitorischen Verfahren erfolgte überwiegend von Seiten der Medizinindustrie. Dies führte zu vielen, sehr innovativen Lösungen, welche die genannten Anforderungen erfüllen könnten. Der rasche technische Fortschritt birgt zahlreiche Chancen für eine bessere Patientenversorgung. Dabei darf nicht außer Acht gelassen werden, dass Anwendungsbeobachtungen die technische und klinische Machbarkeit der innovativen Systeme verifizieren, nicht aber fundiert im Sinne einer evidenz-basierten Medizin deren klinische Wirksamkeit belegen. Randomisiert kontrollierte Studien sind aber unbedingt zu fordern, bevor solche Methoden routinemäßig in der allgemeinen Patientenversorgung eingesetzt werden.

Aus diesem Grund beschreibt die Übersichtsarbeit am Stand der Wissenschaft, ob und wie die verschiedenen Telemonitoringverfahren die Patientenversorgung bisher verbessert haben. Die Arbeit beschränkt sich auf Patienten mit chronischer Herzinsuffizienz, weil diese Erkrankung bisher am besten untersucht wurde und daher die breiteste Datenlage verfügbar ist. Darüber hinaus untersuchen die Autoren indikationsübergreifend die Wirkungen des Telemonitorings auf das Selbstmanagement des Patienten am Beispiel der Medikamenteneinnahme, da dies ein wichtiges und häufiges Zielkriterium ausgewählter Telemonitoringverfahren im Hinblick auf die Therapieadhärenz des Patienten ist. Da die Mehrzahl der Verfahren, die unter dem Begriff „Telemonitoring“ geführt werden, sich als ein ergänzendes, Qualität-verbesserndes Verfahren verstehen (21), reicht es nicht aus, die Gleichwertigkeit mit existierenden Versorgungsangeboten zu belegen, sondern es müssen therapeutische Mehrwerte abgebildet werden.

Methode
Die Autoren beschreiben eine Auswahl randomisiert kontrollierter Studien zu den zwei Themengebieten anhand ausgewählter Zielkriterien der Versorgungsforschung (Kasten gif ppt), die über Medline und Embase der Jahre 6/2001–5/2008 gewonnen wurden (Suchworte „telemedicine, telemonitoring or homemonitoring and outcome research or health service research or clinical outcome or cost analysis of patient outcome acceptance or quality of life“); hierbei werden auch existierende Metaanalysen über randomisierte Studien (5, 6), sowie ausgewählte verfügbare Evidenzberichte und deskriptive Reviews (3, e13, e16, e17) herangezogen. Die Literaturrecherche ist selektiv, da ausschließlich Arbeiten, die sich auf die im Kasten genannten Kriterien der Versorgungsforschung bezogen, eingeschlossen wurden. Im Hinblick auf die Anwendung in Deutschland werden neuere klinische Arbeiten aus dem deutschsprachigen Raum ergänzt. Zwei Arbeiten aus dem Jahre 2009 bilden die Aktualität der Forschung ab (e22, e23).

Ergebnisse
Übergreifende Metaanalysen und Übersichtsarbeiten
Im Jahre 2006 wurde eine im Auftrag der an das US-amerikanische Ge­sund­heits­mi­nis­terium angegliederten „Agency for Healthcare Research and Quality“ Evidenzanalyse veröffentlicht. Dieser Bericht wertete krankheitsübergreifend nicht nur Telemonitoring-Anwendungen, sondern auch andere telemedizinische Verfahren wie Telediagnostik aus, in denen die konventionelle direkte und persönliche Arzt-Patienten-Diagnostik ersetzt wurde. Hersh und Mitarbeiter kommen zu dem Schluss, dass die Wirksamkeit von Telemonitoring für Systeme, in denen primär verbale Inhalte kommuniziert werden (zum Beispiel Videokonsultation), gut belegt sind (e8). Für andere Telemonitoringverfahren, insbesondere für die Übertragung von Vitalparametern, existierten zu dieser Zeit (Studien bis 12/2004) zu wenige Befunde, um deren klinische Wertigkeit in der Diagnostik und Therapieunterstützung hinreichend bewerten zu können. Mittlerweile hat sich die Datenlage vergrößert. Es liegen zahlreiche kontrolliert randomisierte Studien vor, die in sechs deskriptiven Reviews sowie drei systematischen Metaanalysen zur Herzinsuffizienz zusammengefasst wurden (Tabelle gif ppt). Die krankheitsübergreifenden Analysen kommen zu verschiedenen trendmäßigen Aussagen. So sei das Telemonitoring-Verfahren bei kardialen Erkrankungen effizienter als bei anderen chronischen Erkrankungen. Sie erlauben aber, bis auf eine Ausnahme, keine schlüssige Beurteilung des Stellenwerts von Übertragung von Vitalparametern (e16).

Studien zum häuslichen Telemonitoring bei chronischer Herzinsuffizienz
Die meisten randomisiert kontrollierten Studien (13 von 19 Studien) bei Patienten mit chronischer Herzinsuffizienz verwendeten ausschließlich ein strukturiertes Telefonmonitoring, das nach Entlassung in zeitlich definierten Abständen eine Symptomerfassung beinhaltet; (1, 7, 8, 10, 11, 15, 16, 19, 20, 24, e2, e4, e5). Nur sehr wenige randomisiert kontrollierte Studien untersuchten den Stellenwert des Monitorings von sehr unterschiedlichen Vitalparametern wie Herzfrequenz, Gewicht und Blutdruck (2, 9, 12, 15, 25, e2, e20). Die wegweisende Studie von Cleland und Kollegen (7), sowie der im BMJ publizierte Review derselben Arbeitsgruppe zeigten einen Vorteil des Telemonitorings gegenüber konventioneller Betreuung in der Gesamtmortalität und Rehospitalisierungsrate, wobei sich keine Unterschiede zwischen telefonischem und Vitalparameter-Monitoring fanden (6).

Einfluss auf Mortalität und Rehospitalisation – Sowohl mit dem Monitoring von Vitalsignalen als auch mit strukturiertem Telefonmonitoring ließ sich bei Patienten mit NYHA-Klasse I bis IV über 14 Studien während einer Beobachtungszeit von drei bis 16 Monaten die Gesamtmortalität um 20 Prozent (95-%-Konfidenzintervall: 8–31 Prozent) (6) verringern. Hierbei wurden jedoch keine Unterschiede zwischen strukturierter Telefonnachsorge und dem Monitoring von Vitalsignalen nachgewiesen. In dem Überblick von Chaudhry verringerte sich sogar die Mortalität um über 40 Prozent (4). Bei dieser Datenanalyse waren nur sechs Studien mit positiven Befunden in der Ergebnisbewertung zusammengefasst worden (2, 7, 10, 11, 15, 19). Gleichzeitig sind im Rahmen der Gesamtbetrachtung Studien mit dem Hinweis auf eine Selektion ausgeschlossen (8, 12, 15, 20), die jedoch alle keinen Vorteil für das Telemonitoring zeigten. Eine jüngst erschienene Übersichtsarbeit, die auch Kohortenstudien einbezog und Ergebnisse der im Jahre 2007 publizierten Reviews bestätigen konnte, verweist auf die Heterogenität der Studien (e23). Ob der günstige Einfluss auf die Mortalität langfristig erhalten bleibt, stellt die REMADHE-Studie infrage, die ein strukturiertes Telefonmonitoring verwendete (e3). Diese Studie mit der bisher längsten mittleren Studiendauer von 2,5 ± 1,8 Jahren konnte keine Unterschiede in der Mortalität zwischen Interventions- und Kontrollgruppe zeigen.

Als Kriterium für die Morbidität gilt die Rate an Rehospitalisierungen, die in vier Untersuchungen signifikant mit Telemonitoring gegenüber einer Standardnachsorge vermindert werden konnte (3, 5, 7, e4). Die Rate an Rehospitalisierungen verringerte sich mit der Indikation für Herzinsuffizienz um 21 Prozent (95-%-Konfidenzintervall: 11–31 Prozent). Für die unspezifische Wiedereinweisungsrate, die in acht Studien erfasst wurde, liegen keine signifikanten Effekte vor.

Eine grafische Übersicht einer zusammenfassenden biometrischen Analyse der Effekte am Beispiel der Mortalitätsreduktion zeigt Grafik 3 (gif ppt), vergleichend zur Lebensqualitätsverbesserung (Grafik 1 gif ppt und 2 gif ppt).

Patientenbezogene Kriterien: Lebensqualität und Akzeptanz der Patienten – Die Verbesserung der Lebensqualität war in Telemonitoringstudien bisher kein primärer Studienendpunkt. In zwei deskriptiven Reviews, die jeweils sechs randomisiert kontrollierte Studien (RCTs) auswerteten, zeigten drei einen signifikanten Vorteil des Telemonitorings gegenüber der Standardnachsorge und drei keinen Vorteil (6, 21). Einschränkend zeigt sich bei näherer Betrachtung, dass sich der Gewinn nicht auf den Gesamtscore der Lebensqualität, sondern meist auf ausgewählte Subskalen (zum Beispiel physische Funktionsfähigkeit) bezieht und langfristige Effekte oft nicht einbezogen werden. In einer singulären Studie wurde der Langzeitverlauf über einen Herzinsuffizienz-spezifischen Lebensqualitätsbogen (e20) erfasst und signifikante Verbesserungen nachgewiesen.

Gesundheitsökonomischer Nutzen – Die gesundheitsökonomischen Potenziale des Telemonitorings sind in zahlreichen Arbeiten hervorgehoben worden und in sieben RCTs nachgewiesen worden (6), jedoch schwer zu beurteilen, da nur vier der 14 RCTs in ihre Kosten-Nutzenanalysen die Kosten der Intervention einbezogen. Chaudhry und Kollegen (5) leiten zum Beispiel aus ihrem Review spezifische, für den US-amerikanischen Markt gültige Interventionskosten ab (circa 1 600 US-Dollar bei niedrigschwelligen und mehr als 8 000 US-Dollar bei komplexeren Programmen), was insgesamt auf die große Variabilität der Kosten hinweist. Trotz einiger Studien, die einen gesundheitsökonomischen Nutzen aufwiesen, fanden andere Autoren Hinweise auf höhere Kosten (3, e13).

Therapieakzeptanz des Homemonitorings bei Patienten – In den randomisierten Studien ist die Patientenakzeptanz des Telemonitorings mit 90 bis 95 Prozent sehr hoch. In der weitaus überwiegenden Mehrzahl der Studien besitzt Telemonitoring keinen negativen Einfluss auf die Patientenzufriedenheit und verbessert sie sogar (e12, e14, e17). Hingegen liegt die Bereitschaft zum Telemonitoring nur bei einer 50- bis 60 prozentigen Akzeptanz in einer Indikationsstudie, die auch Ablehner und Abbrecher untersuchte (22). In dieser Studie zeigt sich, dass die Akzeptanz zum Teil mit Zielkriterien des Telemonitorings konfundiert ist. Auch in Langzeitstudien zum Telemonitoring betrug die Akzeptanz nur circa 50 Prozent (e3), wobei langfristige Studien für das Monitoring von Vitalsignalen noch nicht vorliegen.

Akzeptanz bei Ärzten und Einfluss auf Arzt-Patient-Beziehung – Die Akzeptanz der Ärzte von Telemonitoringanwendungen wurde in den kontrollierten, publizierten Studien bisher nicht vergleichend untersucht. Dieses scheint zentral, da viele Ärzte im Kontext anderer Steuerungsmechanismen im Gesundheitswesen gerade durch die Einführung der Telemedizin eine grundsätzliche Veränderung ihrer klinischen Tätigkeit und des Vertrauensverhältnisses zwischen Arzt und Patient und eine Beeinflussung der klinischen Arbeit durch den Einsatz elektronischer Medien befürchten (e17). Aus den wenigen Studien zum Einfluss des Einsatzes der Telematik auf die Arzt-Patient-Beziehung kann prinzipiell abgeleitet werden, dass die Beziehung zwischen Arzt und Patient in der Mehrzahl der Analysen unbeeinflusst bleibt beziehungsweise sich sogar verbessert (21). Jedoch wurde bisher ein wesentlicher Parameter nicht in Prozessanalysen untersucht, nämlich der Einfluss telemedizinischer Methoden auf die diagnostische Urteilsfindung und auf die Wahrnehmung des Arztes, obgleich es aus der Forschung zu elektronischen, diagnostischen Entscheidungssystemen Hinweise zur Verbesserung diagnostischer Entscheidungen gibt. Es existieren lediglich Hinweise aus explorativen, auf Kognitionsprozesse fokussierte Studien, die zeigen, dass die Ansicht von Symptomen im Rahmen einer elektronischen Datenbank anstelle des direkten Narrativs eher eine auf Details bezogene diagnostische Strategie nach sich zog (21). Ein weiterer Punkt betrifft die Frage, ob die Beziehung zu verschiedenen Ärzten in der Versorgungskette unbeeinflusst bleibt.

Bedeutung des Telemonitorings für die Compliance von Patienten – Trotz der zahlreichen Studien zu klinischen Endpunkten des Telemonitorings bleibt immer noch offen, über welche Wirkmechanismen Telemonitoring die Effekte entfaltet. Einer der vermeintlichen Mechanismen ist die Erhöhung der Therapieadhärenz, zum Beispiel einer verbesserten Medikamenteneinnahme oder Adhärenz an den Therapieplan. In der großen Mehrzahl der kontrollierten und randomisierten Studien, die die Compliance des Patienten mit erhoben, konnte nachgewiesen werden, dass eine Erhöhung der Compliance der Patienten mit Herzinsuffizienz bezüglich der Medikamenteneingabe sowie der Änderung des Medikamentenregimes eintrat (9, 22, e17). Beispielsweise konnte in einer Studie nachgewiesen werden, dass sich die Compliance durch Einführung eines Systems zur Medikamenteneinnahme um circa 40 Prozent verbesserte (22). Eine (vergleichende) Analyse zwischen diesen vermittelnden Wirkmechanismen einerseits und Therapieendpunkten andererseits steht jedoch aus.

Telemonitoring von elektrischen Implantaten – Die Anwendung elektrischer Implantate stellt eine weitere therapeutische Option bei Patienten mit chronischer Herzinsuffizienz dar. Wegen des erhöhten Risikos für einen plötzlichen Herztod profitieren Patienten mit einer reduzierten linksventrikulären Auswurffraktion < 35 Prozent von einem implantierbaren Defibrillator (ICD). Darüber hinaus kann bei hochsymptomatischen Herzinsuffizienzpatienten mit systolischer Dysfunktion und einem Linksschenkelblock die Implantation eines CRT-Systems („cardiac resynchronization therapy“, Kardiale Resynchronisationstherapie) Beschwerden und Prognose bessern. Telemonitoring soll die Nachsorge dieser Geräte vereinfachen, indem die Implantate automatisch oder patientengesteuert die Nachsorge vornehmen und diese Befunde elektronisch von einem Arzt validiert werden. Dies soll die Nachsorge gegebenenfalls kosteneffizienter gestalten. In der Gerätetherapie haben sich verschiedene telemedizinische Anwendungsszenarien wie Self-, Remote- oder Retro-Monitoring etabliert (e7). Mehrere Gerätehersteller bieten seit einigen Jahren diese Anwendungen an (e6).

Verschiedene Anwendungsbeobachtungen zeigen, dass die technische und klinische Realisation der verschiedenen Systeme eine weitgehende oder sogar komplette Implantatnachsorge ohne Klinikbesuch erlauben. Die umfangreichste Anwendungsbeobachtung an über 11 000 Patienten mit Home-Monitoring erfasste über 3 Millionen Abfragen (17). In einer ersten randomisierten Studie zeigte sich in der Telemedizin eine frühere Erkennung von behandlungsbedürftigen Ereignissen im Vergleich zur Kontrollgruppe (e22). Die REFORM-Studie zeigte beispielsweise mit der telemedizinischen Nachsorge von ICD-Patienten in der Primärprävention gegenüber einer konventionell durchgeführten Abfrage eine deutliche Verringerung der Patientenbesuche um 63,2 Prozent und in der Gesamtbetrachtung eine durchschnittliche Einsparung von 712,31 Euro je Patient und Jahr (e21).

Diskussion
Resümiert werden kann, dass die Datenlage zum Home-Monitoring in randomisierten Studien insgesamt noch gering ist, was vermutlich auf Entwicklungsphasen des Home-Monitorings zurückzuführen ist, und dass insgesamt neue Anwendungsbeobachtungen vielversprechende Effekte aufzeigen.

Telemonitoring birgt viele Möglichkeiten, die Patientenversorgung zu verbessern. Herausragend an den Studienbefunden scheinen die Hinweise auf eine Verbesserung der Mortalität von Patienten mit Herzinsuffizienz um circa 20 Prozent (5, 6). Gerade auf dem Gebiet des Vitalparametermonitoring sind jedoch in der Vergangenheit erhebliche Verbesserungen erzielt worden, wie auch einige Anwendungsbeobachtungen dokumentieren (17).

Sicherlich sind diese Befunde unter differenzierten Prüfplänen zu bestätigen. Kritisch ist einzuräumen, dass bisher die Mehrzahl der Studien auf telefonischem Monitoring beruht und bisher kein Mehrwert von Vitalparametermonitoring nachgewiesen wurde (7, 15). Dies legt die Frage nahe, ob es die Intensität der Nachsorgebemühungen ist, die diese klinischen Erfolge bedingt und welches der Mehrwert des Vitalparametermonitorings ist.

Grundsätzlich ist die Unterscheidung zwischen telefonischem und Vitalparametermonitoring zu grob, um die entscheidenden Wirkmechanismen des Telemonitorings, die die objektiven Befunde und das subjektive Befinden beeinflussen, untersuchen zu können. Die Mehrzahl der Definitionen zum Telemonitoring, sowie der Trend der Entwicklung der Marktangebote hierzulande richten sich jedoch nicht auf das Telefonmonitoring, sondern Monitoring von Vitalparametern, sodass eine Definition verschiedener Entwicklungsstufen mit unterschiedlichen Wirkmechanismen und eine Technikfolgenbewertung, die sich an diesen Stufen orientieren, erfolgen muss (e18, e19).

Gesundheitsökonomisch zeigt die Verringerung der Patientenzahl, die wegen Herzinsuffizienz in die Klinik eingewiesen wurden, dass der Ansatz einer telemonitorischen Überwachung an sich effektiv ist. Die Wirksamkeit im Gesamtkonzept der Patientenversorgung ist jedoch noch infrage zu stellen, wenn die Gesamtzahl der Einweisungen in der Interventions- und Kontrollgruppe nicht statistisch signifikant unterschiedlich ist. Dies kann verschiedene Ursachen haben, wie zum Beispiel, dass die Anzahl der Einweisungen wegen Herzinsuffizienz so gering war, dass sich die Reduktion nicht signifikant auf die Gesamtzahl der Krankenhauseinweisungen auswirkte. Möglicherweise traten andere Effekte auf, sodass die Patienten wegen anderer Indikationen eingewiesen wurden. Mit der bisher publizierten Datenlage lässt sich die Frage nicht schlüssig beantworten. Vergleichend zur Diagnostik und Therapie in Unterstützung der Herzinsuffizienz ist die Datenlage in Bezug auf andere Erkrankungsbilder absolut unzureichend.

Zukünftig besteht ebenfalls ein Bedarf darin, Indikationsstudien einzuschließen, die den Einfluss spezifischer Nutzergruppen untersuchen, da beispielsweise in zwei Metaanalysen Studien zu spezifischen soziokulturellen Gruppen ausgeschlossen wurden (22). Darüber hinaus fehlt es deutschlandweit an epidemiologisch ausgerichteten Studien der Versorgungsforschung zu dieser Thematik. Linder und Kollegen (e11) untersuchten, wie sich zum Beispiel die Nutzung elektronischer Patientenakten (EPA) tatsächlich in der Qualität der Versorgung äußerten. In einer anderen US-amerikanischen Studie zeigte sich, dass nur etwa 10 bis 20 Prozent aller Ärzte, die elektronische Patientenakten installiert hatten, auch komplexere telemedizinische Funktionen anwendeten (e10). Die Verfügbarkeit der Technologie und der tatsächliche Nutzungsgrad scheinen weit auseinanderzuklaffen.

Grundsätzlich bedarf es hier der Versorgungsforschung, um mehr über die vermeintlichen Wirkmechanismen des Telemonitorings herauszufinden:

• Welches sind die Wirkmechanismen des Telemonitorings? Ist es das vermehrte Wissen des Arztes, die Anzahl der Erhebungen beziehungsweise „Patientenkontakte“ oder die verbesserte Therapieadhärenz, und wenn ja, welche?
• Wie variieren die Rollen auf Seiten der teilnehmenden Ärzte und welche Kommunikationsmethoden finden de facto statt?
• Welches sind die langfristigen Effekte von Telemonitoring und lässt sich durch Monitoring von Vitalparametern längerfristigere Akzeptanz als durch das telefonische Monitoring erreichen?

Gerade in Bezug auf die Untersuchung der Arzt-Patient-Beziehung, der Zufriedenheit von Arzt und Patient mit dem System und der Lebensqualität sind zu einer besseren Einschätzung multidimensionale Kriterien und Tiefenanalysen einzufordern. Trotz der zu replizierenden, bisher nur generisch interpretierbaren Hinweise auf die klinische Bedeutung des Telemonitorings sind die Hinweise auf die Erhöhung der Lebensqualität bisher uneindeutig (21), zumal die Mehrzahl aller Telemonitoring-Verfahren gerade in der Erhöhung der Lebensqualität eines der primären Zielkriterien sieht. Telemonitoring führt andererseits in seinem Kern zu einer Distanz zwischen Arzt und Patient (e14, e17). Aus diesem Grund ist dieses Feld nicht nur für die klinische Forschung, sondern auch für die Forschungsfelder der psychosozialen Medizin eine große Herausforderung, da die arzt- und patientenseitigen Konsequenzen dieser Distanzsetzung für die klinische Entscheidungsfindung und das Patientenoutcome weitreichend sein können.

Interessenkonflikt
Die Autoren erklären, dass kein Interessenkonflikt im Sinne der Richtlinien des International Committee of Medical Journal Editors besteht.

Manuskriptdaten
eingereicht: 2. 3. 2009, revidierte Fassung angenommen: 10. 6. 2009


Anschrift für die Verfasser
Prof. Dr. phil. Silke Schmidt
Lehrstuhl Gesundheit und Prävention
Ernst-Moritz-Arndt Universität Greifswald
Institut für Psychologie
Robert-Blum-Straße 13
17487 Greifswald
E-Mail: silke.schmidt@uni-greifswald.de


SUMMARY
Home Telemonitoring in Patients With Chronic Heart Failure—A Chance to Improve Patient Care?
Background: Telemonitoring can improve the medical care, quality of life, and prognosis of chronically ill patients. This review article summarizes the current status of health care delivery research on telemonitoring, focusing on patients with chronic congestive heart failure.
Method: The Medline database was selectively searched for articles appearing from June 2001 to May 2008, with an emphasis on randomized, controlled trials.
Results: The available scientific data on vital signs monitoring are limited, yet there is evidence for a positive effect on some clinical endpoints, particularly mortality. Nonetheless, any possible improvement of patient-reported outcomes, such as the quality of life, still remains to be demonstrated.
Conclusions: The data suggest that telemonitoring is effective, yet there is no evidence for superior outcomes with- any particular model of care incorporating telemonitoring (i.e., monitoring of vital signs versus structured telephone monitoring). A valid criticism is that the individual components of home telemonitoring have not yet been separately tested in order to compare their individual effects.

Zitierweise: Dtsch Arztebl Int 2010; 107(8): 131–8
DOI: 10.3238/arztebl.2010.0131

@Mit „e“ gekennzeichnete Literatur:
www.aerzteblatt.de/lit0810
The English version of this article is available online:
www.aerzteblatt-international.de
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  • Wichtige Studie einbeziehen
    Dtsch Arztebl Int 2010; 107(36): 630; DOI: 10.3238/arztebl.2010.0630a
    Middeke, Martin; Kottmair, Stefan
  • Schlusswort
    Dtsch Arztebl Int 2010; 107(36): 630; DOI: 10.3238/arztebl.2010.0630b
    Schmidt, Silke

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