ArchivDeutsches Ärzteblatt8/2010Versorgungsforschung: 54 Millionen Euro für Forschungsförderung

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Versorgungsforschung: 54 Millionen Euro für Forschungsförderung

Dtsch Arztebl 2010; 107(8): A-308 / B-272 / C-268

Gerst, Thomas

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LNSLNS Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert die Versorgungsforschung und die gesundheitsökonomische Forschung in den nächsten Jahren mit 54 Millionen Euro. Wissenschaftler in den beiden Forschungsfeldern sollen zukunftsfähige Lösungen für das deutsche Gesundheitssystem entwickeln und erproben. „Dies ist die höchste Summe, die bisher für die Förderung der deutschen Versorgungsforschung bereitgestellt wurde“, betonte Bun­des­for­schungs­minis­terin Annette Schavan (CDU).

Die steigende Zahl älterer Menschen, die Zunahme von chronischen Krankheiten sowie die sinkende Zahl der Beitragszahler in den Sozialversicherungen stellten das Gesundheitssystem vor vielfältige Herausforderungen. „Um Lösungen für diese Herausforderungen zu finden, brauchen wir eine starke und unabhängige Wissenschaft“, sagte Schavan. Die Versorgungsforschung und Gesundheitsökonomie seien zwar noch junge Fachdisziplinen, allerdings besonders relevant für die Verbesserung der Versorgung des Einzelnen und für eine gesellschaftlich akzeptierte Gestaltung des Gesundheitssystems.

Annette Schavan: Die bisher höchste Summe für die Förderung der Versorgungsforschung. Foto: Photothek
Annette Schavan: Die bisher höchste Summe für die Förderung der Versorgungsforschung. Foto: Photothek
Bundes­ärzte­kammerpräsident Jörg-Dietrich Hoppe begrüßt das Engagement des BMBF für die Versorgungsforschung. „Auf Grundlage eines Beschlusses des 108. Deutschen Ärztetags 2005 hat die Bundes­ärzte­kammer ein Programm zur Förderung der Vers orgungsforschung aufgelegt. Dies sollte auch ein gesundheitspolitisches Signal sein, um an anderer Stelle die Bereitschaft zu verstärken, sich in diesem Bereich zu engagieren. Die BMBFInitiative zeigt, dass die Ärzteschaft mit ihrem Förderprogramm eine wichtige Initialzündung geleistet hat“, sagte Hoppe. TG

@ Richtlinien zur Förderung unter: www.aerzteblatt.de/30810a
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