ArchivDeutsches Ärzteblatt8/2010Epidemiologische Krebsregister: Interaktiver Krebsatlas online

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Epidemiologische Krebsregister: Interaktiver Krebsatlas online

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LNSLNS Der Krebsatlas der Gesellschaft der epidemiologischen Krebsregister in Deutschland (GEKID) ist jetzt im Internet unter der Adresse www.gekid.de verfügbar. „Mit diesem Krebsatlas besteht erstmals die Möglichkeit, die vorhandenen Daten zum Krebsgeschehen in Deutschland auf Ebene der Bundesländer online und interaktiv auszuwerten“, erklärt der Vorsitzende der GEKID, Prof. Dr. Alexander Katalinic, Universität zu Lübeck. „Wir hoffen, dass die Bevölkerung, Wissenschaft und Politik rege von diesem Instrument Gebrauch machen werden.“

Brustkrebs in Deutschland im Jahr 2006 (Ansicht aus dem Online-Krebsatlas der GEKID)
Brustkrebs in Deutschland im Jahr 2006 (Ansicht aus dem Online-Krebsatlas der GEKID)
Durch die Darstellung auf einer Deutschlandkarte werden die an die Krebsregister der Bundesländer gemeldeten Krebsfälle anschaulich dargestellt. So zeigt beispielsweise die kartografische Darstellung der vorhandenen Daten zur Brustkrebshäufigkeit das Muster von im Osten Deutschlands niedrigeren Neuerkrankungsraten als im Westen. Auch für andere Tumoren wie Lungenkrebs oder Tumoren des Munds und Rachenraums sind Unterschiede in den dokumentierten Erkrankungshäufigkeiten erkennbar.

Im Atlas präsentiert die GEKID für „Krebs insgesamt“ und für 23 einzelne Tumorarten beziehungsweise Tumorgruppen aggregierte Angaben zu Fallzahlen und Raten von Krebsneuerkrankungen. Diese Informationen sind sowohl nach Bundesländern als auch im zeitlichen Trend darstellbar. Zur orientierenden Einordnung der Angaben für die Einzelländer hat die GEKID aus den Daten der Landeskrebsregister einen deutschen Vergleichsstandard hochgerechnet.

Für den Atlas haben die epidemiologischen Landeskrebsregister ihre Daten zu den Jahren 1998 bis 2006 in einer gemeinsamen Datenbank zusammengeführt. Für 14 von 16 Bundesländern liegen damit empirische Zahlen zu Krebsneuerkrankungen vor. Regelmäßige Aktualisierungen über weitere Jahrgänge sind geplant. In einem eigenen Kapitel werden methodische Hinweise zur Interpretation der Daten gegeben, in denen beispielsweise auch Einschränkungen der Vergleichbarkeit benannt werden. Ergänzend werden für denselben Zeitraum auch Daten zur Krebssterblichkeit präsentiert. Diese liegen auf Basis der Todesursachenstatistik des Statistischen Bundesamts für alle Bundesländer vor. EB
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