ArchivDeutsches Ärzteblatt8/2010TeleHealth 2010 in Hannover: Die Welt der digitalen Medizin

TECHNIK

TeleHealth 2010 in Hannover: Die Welt der digitalen Medizin

Dtsch Arztebl 2010; 107(8): A-346 / B-303 / C-299

Krüger-Brand, Heike E.

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Wie eine vernetzte medizinische Versorgung künftig aussehen könnte, ist Gegenstand der E-Health-Kongressmesse im Rahmen der Computermesse CeBIT.

Seit 2007 widmet sich die Computermesse CeBIT dem Thema Gesundheit mit einer eigenen Kongressmesse. Seither wird dieser Bereich von Jahr zu Jahr erfolgreich weiter ausgebaut, so dass 2010 die internationale Fachkonferenz der TeleHealth (www.telehealth.de) während der gesamten Laufzeit der IT-Messe an fünf Tagen (vom 2. bis 6. März) stattfindet. Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter Philipp Rösler übernimmt zudem die Schirmherrschaft für die Veranstaltung und eröffnet die Leitmesse der digitalen Medizin am 2. März. „Die TeleHealth bietet eine hervorragende Plattform, um die Innovationsbereitschaft und -fähigkeit Deutschlands im Bereich Telemedizin und E-Health zu präsentieren“, erklärte Rösler. Deutschland brauche eine Tele­ma­tik­infra­struk­tur im Gesundheitswesen, die einen sicheren und praxistauglichen Datenaustausch im Bedarfsfall unterstütze.

Steigendes Interesse an Gesundheitstelematik
Das Interesse an Informations- und Kommunikationslösungen für das Gesundheitswesen ist entsprechend groß: Von circa 10 000 Fachbesuchern der TeleHealth im Startjahr stieg die Zahl auf mehr als 16 000 Besucher im vergangenen Jahr an. 2010 umfasst das erweiterte Konzept der Kongressmesse das Fachforum, die Ausstellung und den Gesundheitsparcours „FutureCare“. Unter dem Motto „Mensch – IT – Gesundheit“ steht somit in Halle 8 auf dem Messegelände in Hannover Gesundheitstelematik im Mittelpunkt. Neben wissenschaftlichen Fachvorträgen umfasst das Tagungsprogramm auch Firmenpräsentationen. Ein Besuch des als zertifizierte Fortbildung anerkannten Kongresses lohnt sich: Ärzte können dabei 18 cme-Punkte erwerben.

Zu den Schwerpunkten der Konferenz zählen die Themen Prävention, Infrastruktur, Telemonitoring und Homecare/Ambient Assisted Living (Assistenzsysteme, AAL). Um die unterschiedlichen Zielgruppen noch besser zu erreichen, ist das Programm in spezielle Thementage gegliedert: Während am Mittwoch die niedergelassenen Ärzte adressiert werden, geht es am Samstag um den Einsatz von IT in der häuslichen und stationären Pflege. Entscheidern und Führungskräften aus Kliniken und Pflegeeinrichtungen, der Pharmabranche sowie dem Krankenkassen- und Versicherungsumfeld wird am Donnerstag und Freitag ein auf sie zugeschnittenes Vortragsprogramm geboten.

In der Ausstellung stehen neben telemedizinischen Technologien Entwicklungen aus den Bereichen Healthcare Management und E-Health im Vordergrund. Mit dabei ist unter anderem die Gesellschaft für Telematikanwendungen der Gesundheitskarte (Gematik). Auf ihrem Stand wird sie die Integration der Gesundheitskarte und des Heilberufsausweises in die Arbeitsabläufe einer Arztpraxis bei der Anmeldung, im Behandlungszimmer und in der Apotheke demonstrieren und dabei einen Ausblick auf die sektorenübergreifende Vernetzung im Gesundheitswesen geben.

FutureCare: Praxisnahe Rundgänge
Vertiefende Informationen soll auch der Gesundheitsparcours „FutureCare“ des IT-Branchenverbandes Bitkom vermitteln. In geführten Themenrundgängen in englischer und deutscher Sprache sollen die Vernetzung und die Fortschritte der IT-gestützten Medizin am Beispiel realitätsnaher Situationen aufgezeigt werden.

Die inhaltlichen Schwerpunkte sind eng an das Forum und die Ausstellung gekoppelt. So wird es etwa Führungen zu den Themen Prävention, Telemonitoring, Notfall und AAL geben. Das Konzept: Allen Rundgängen liegt eine medizinisch relevante Geschichte (beispielsweise eine Herz-Kreislauf- oder eine Diabeteserkrankung) zugrunde, die den vernetzten Austausch von Daten und Informationen unterschiedlicher Stationen erfordert. Die Anwendungsfälle beinhalten unter anderem Beispiele für den Einsatz der Gesundheitskarte und des Heilberufsausweises, der elektronischen Patienten- und Gesundheitsakte, der elektronischen Fallakte, der Point-of-Care-Diagnostik und der mobilen oder stationären Pflege.

Am Gesundheitsparcours sind viele Partner und Unternehmen aus Medizin und IT mit ihren Lösungen beteiligt, darunter Abbott, Atos Wordline, Dell, Intel, Intersystems, Panasonic, T-Systems, Vitaphone und der ADAC. Die Rundgänge werden an allen Messetagen durchgeführt, sie dauern maximal 20 Minuten.
Heike E. Krüger-Brand


Kostenfreie E-Tickets
Die Deutsche Messe AG Hannover stellt Lesern des Deutschen Ärzteblattes 1 000 kostenfreie E-Tickets für einen Tagesbesuch der CeBIT in Hannover zur Verfügung. Interessierte können sich unter www.cebit.de/aktion2010.html?4fgpw online registrieren und erhalten anschließend ein elektronisches Ticket (wer sich zuerst registriert, hat Glück). Der Link führt direkt auf die Registrierungsseite der CeBIT. Nach der kurzen Registrierung und Bestätigung des Ticket-Codes erhält der Leser eine Nachricht mit dem eigentlichen Ticket als PDF-Datei. Diese muss ausgedruckt (DIN-A4-Format) werden und dient als Eintrittskarte.
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