ArchivDÄ-TitelSupplement: PRAXiSSUPPLEMENT: PRAXiS 1/2010Bayern führt elektronische Dokumentation im Notarztdienst ein

SUPPLEMENT: PRAXiS

Bayern führt elektronische Dokumentation im Notarztdienst ein

Dtsch Arztebl 2010; 107(8): [2]

Krüger-Brand, Heike E.

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LNSLNS Seit Anfang 2010 müssen die bayerischen Notärzte ihre Einsätze elektronisch dokumentieren. Zum Jahreswechsel hat die Kassenärztliche Vereinigung Bayerns (KVB) das System „emDoc“ („emergency documentation“) eingeführt und damit eine Vorgabe des Bayerischen Rettungsdienstgesetzes umgesetzt, das die einheitliche Erfassung und Auswertung sämtlicher Notarztdiensteinsätze vorsieht. Die elektronischen Notarztdienstprotokolle bauen auf den von den Ärzten handschriftlich auszufüllenden Einsatzprotokollen auf. Weil diese papierbasierten Formulare zur Übergabe vom Notarzt an den Klinikarzt vorerst weiterhin ausgefüllt werden müssen, wird die zusätzliche Arbeit von vielen Notärzten kritisiert. „Wir nehmen alle kritischen Äußerungen sehr ernst. In Zukunft werden wir die elektronische Dokumentation so weiterentwickeln, dass sie noch einfacher zu handhaben und noch schneller zu erledigen ist“, betonte Dr. med. Axel Munte, Vorstandsvorsitzender der KVB. Er sehe durchaus den Umstellungsaufwand für die Notärzte. Daher stehe die KVB derzeit in intensiven Verhandlungen mit den bayerischen Krankenkassen, um als Ausgleich eine höhere Vergütung für die Notärzte zu erreichen.

Foto: vario images
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Zusätzlich stellt die KVB für Drittanbieter Schnittstellen zur Verfügung, um eine einfache Anbindung anderer Dokumentationssysteme in das „emDoc“-System zu ermöglichen. Langfristig soll die elektronische Dokumentation zur Qualitätssicherung der notärztlichen Versorgung beitragen. Darüber hinaus ermöglicht das onlinebasierte Notdienstportal auch die automatisierte Abrechnung: Aus den elektronisch dokumentierten Einsatzprotokollen wird unmittelbar die Abrechnung generiert. Zudem stehen über das Portal künftig auch die Dienstpläne der Notarztdienststandorte elektronisch zur Verfügung, so dass die Bereitschaftszeiten einfach ermittelt und abgerechnet werden können. KBr
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