ArchivDeutsches Ärzteblatt9/2010Arbeitsplatz Krankenhaus: Umfrage belegt Unzufriedenheit

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Arbeitsplatz Krankenhaus: Umfrage belegt Unzufriedenheit

Dtsch Arztebl 2010; 107(9): A-364 / B-324 / C-316

Flintrop, Jens

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Keine Zeit, immer mehr Druck: Die Hälfte der Befragten würde nicht noch einmal Arzt werden. Foto: picture-alliance
Keine Zeit, immer mehr Druck: Die Hälfte der Befragten würde nicht noch einmal Arzt werden. Foto: picture-alliance
In einer aktuellen Um­frage des Deutschen Ärzte­blattes geben drei Viertel der Klinikärzte an, mit den Arbeits­be­dingungen, unter denen sie derzeit ihren Beruf ausüben, alles in allem „eher nicht“ oder „gar nicht“ zufrieden zu sein. Die Hälfte der 451 Ärztinnen und Ärzte, die den Online-Fragebogen ausfüllten, würde unter den gegen­wärtigen Bedingungen den Arzt­beruf nicht noch einmal ergreifen.

Als wichtigste Gründe für die Unzufriedenheit der Ärzte ergeben sich aus der Befragung: die stetig zunehmende Arbeitsverdichtung, schlechte Weiterbildungsstrukturen, zu geringe Bezahlung und Führungsschwächen des Vorgesetzten. So sind 79 Prozent der Ärzte der Meinung, dass sich die tägliche ärztliche Tätigkeit durch den Kostendruck verschlechtert habe, 68 Prozent halten die Vergütung für nicht angemessen, und 75 Prozent bewerten die Zahl der Ärztinnen und Ärzte in der Abteilung als nicht ausreichend. Nur 13 Prozent der Befragten vereinbaren mit ihren Vorgesetzten Karriereziele, die regelmäßig evaluiert werden. 70 Prozent geben an, dass die Leitung der Abteilung für Führungsaufgaben nicht speziell geschult sei. Die Frage, ob sich die Leitung für Mitarbeiter einsetze, bejahen nur 35 Prozent. Auch eine klar strukturierte und verlässliche Facharztweiterbildung gibt es demnach selten: Nur 22 Prozent der Befragten kreuzten das entsprechende Kästchen an. JF
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