ArchivDeutsches Ärzteblatt9/2010Selektivvertrag: Das Geld folgt einer Einzelleistung
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Was für eine Errungenschaft. Da wird nun für einen Leistungsbereich etwas mehr Geld bezahlt. Der Preis sind vordergründig Teilnahmen an QS-Verfahren und Fortbildungen. Als ob das nicht ohnehin schon erfolgte. Um den Betrag dieser wundersamen Geldvermehrung werden die Kollektivverträge gekürzt. Für die seltenen Erkrankungen, deren Versorgung auch weiterhin der Sicherstellung durch die KV unterliegt, bleibt am Ende nichts mehr. Das Geld folgt der Leistung? Heißt das, die Behandlung der Patienten im Kollektivvertrag bisher war keine Leistung? Das Geld folgt vielmehr einer Einzelleistung. Und zwar der mit der höchsten Aufmerksamkeit. Wer später kommt, den bestraft das System. Die dabei entstehende Diversifizierung aller Vertragswerke ist schnell überhaupt nicht mehr überschaubar und schon gar nicht kontrollierbar.
Dr. med. Peter Merguet, Evangelisches und Johanniter Klinikum Niederrhein gGmbH, 47169 Duisburg
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