ArchivDeutsches Ärzteblatt PP3/2010Suchtmedizin: Erschreckende Wahrheit
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LNSLNS Mit großer Aufmerksamkeit las ich den Beitrag zur Versorgung Opiatabhängiger und deren Komorbiditäten in Deutschlands Justizvollzugsanstalten. Als substituierende Ärztin bin ich täglich mit dem Thema konfrontiert. Nicht nur, dass meine Arbeit in circa 64 Paragrafen eingekeilt ist und von ärztlicher Therapiefreiheit nichts mehr übrig ist, stelle ich mir die Frage: Wieso bleibt man ambulant bei einem Abstinenzziel, wenn es in Deutschland noch nicht einmal möglich ist, die hiesigen JVA drogenfrei zu halten. Die hohe erschreckende Zahl der infizierten i. v. drogenkonsumierenden Menschen steht einer erschreckenden Wahrheit gegenüber, nämlich dem fortdauernden intramuralen Konsum illegaler Drogen, die sich, solange es keine suffizienten Maßnahmen gibt, gegenseitig unterhalten. Wo fangen wir zuerst an mit dem entschiedenen Handeln?
Dr. Stefanie Schmitz, Ärztliche Suchtambulanz Neuwied, 56564 Neuwied

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