ArchivDeutsches Ärzteblatt10/2010Arzneimittel: Rösler will zwei Millarden Euro einsparen

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Arzneimittel: Rösler will zwei Millarden Euro einsparen

Dtsch Arztebl 2010; 107(10): A-414 / B-366 / C-358

ddp

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LNSLNS Durch einen radikalen Umbau des Arzneimittelmarktes will das Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter­ium künftig mindestens zwei Milliarden Euro pro Jahr einsparen. Das berichtet der „Focus“ in seiner jüngsten Ausgabe. Ein Ministeriumssprecher bestätigte, dass sich ein konkretes Konzept bereits „sehr deutlich“ abzeichne. Der Spitzenverband der gesetzlichen Kran­ken­ver­siche­rung (GKV) begrüßte die Initiative von Ressortchef Philipp Rösler (FDP).

Foto: dpa
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Laut „Focus“ sollen – wie in anderen Ländern üblich – die Hersteller künftig mit den Krankenkassen über niedrigere Arzneimittelpreise verhandeln. Parallel mit der Zulassung eines Präparats sollen die Pharmakonzerne eine von ihnen selbst finanzierte wissenschaftliche Studie vorlegen, aus der hervorgeht, für welche Patienten und Erkrankungen ein zusätzlicher medizinischer Nutzen besteht und inwieweit dadurch höhere Preise gerechtfertigt sind. Der GKV-Spitzenverband solle Rahmenverträge erarbeiten, und die Kassen handelten dann die Details mit den Firmen aus. Bei einer Einigung bleibe den Pharmaunternehmen eine Kosten-Nutzen-Bewertung durch das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen erspart.

Die neuen Regelungen sollten auch für bereits im Markt befindliche Präparate gelten, schreibt das Magazin. Ein Ministeriumssprecher versicherte, Rösler wolle und werde „die Maßnahmen ergreifen, die im Sinne der Versicherten und Patienten erforderlich sind“. Diesen Weg werde er auch gegen Widerstände gehen. ddp
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