ArchivDeutsches Ärzteblatt10/2010Arzneimittel: Kundenköderung untersagen
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Auch unser neuer Herr Ge­sund­heits­mi­nis­ter wird sich die Zähne an den Kassen und der Pharmaindustrie ausbeißen!

Frau Schmidt hat die Kassen zu mehr Wettbewerb ermuntert! Folge: Da zahlen Kassen den Patienten mehr Geld für Vorsorgeuntersuchungen als wir Ärzte an Honorar dafür erhalten . . . Übernachtungen in 4-Sterne-Hotels werden mit 50 Prozent bezuschusst, wenn eine Fahrradtour mitgebucht wird (selber erlebt und mitgehört bei der abendlichen Bierrunde: „Auf Rügen gibt’s noch bessere Hotels, da gibt meine Kasse auch was zu“), Bratpfannen, Kaffeemaschinen usw. werden als Köder eingesetzt, genau wie teure Impfungen für Auslandsaufenthalte.

Ich als Hausarzt muss um jeden Inkontinenzartikel kämpfen.

Trotzdem werden wir Ärzte nahezu immer als Kostentreiber an erster Stelle genannt, nachdem uns in 2009 endlich nach 15 Jahren eine Honorarerhöhung gegeben wurde. Bei mir fiel diese so aus, dass ich das Honorarniveau von 1995 zurückerreicht hatte . . . Der Herr Ge­sund­heits­mi­nis­ter soll auch mal den Kassen auf die Finger schauen und den unsinnigen Wettbewerb mit Kundenköderung untersagen!
Wilhelm Schütte, 38102 Braunschweig
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