ArchivDeutsches Ärzteblatt10/2010Laboratoriumsmedizin: Integrativer Überblick mit erweitertem Angebot

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Laboratoriumsmedizin: Integrativer Überblick mit erweitertem Angebot

Dtsch Arztebl 2010; 107(10): A-447 / B-394 / C-385

Thomas, Lothar

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Vier Jahre nach der Erstausgabe erscheint das Werk in zweiter Auflage. Es erfolgte eine eingehende Überarbeitung und die Aufnahme neuer medizinischer und labordiagnostischer Erkenntnisse. Die Gliederung in einen klinischen und einen Laborteil wurde beibehalten, die Anzahl der Autoren und die Seitenzahl haben sich leicht erhöht. Zudem besteht die Möglichkeit, Zusatzinhalte über einen Online-Zugang zu erhalten. Der klinische Teil umfasst ein breites Spektrum von Störungen, zum Beispiel Erkrankungen der Organsysteme, Stoffwechselerkrankungen, Störungen des Elektrolyt- und Wasserhaushaltes, Störungen der Hämostase, der Blutzellen, malignes Wachstum, Störungen des Zentralnervensystems, Autoimmunerkrankungen, Vergiftungsverdacht oder Fieber als Leitsymptom bei Infektionen. Neue wichtige Beiträge befassen sich mit der Diagnostik bei Transfusionen und der molekulargenetischen Diagnostik. Der klinische Teil ersetzt kein Lehrbuch der Inneren Medizin, gibt aber einen guten Überblick zum klinischen Umfeld und zur Pathogenese. Abbildungen, Tabellen und diagnostische Algorithmen runden diesen Teil ab.

Im Laborteil sind die Laborparameter oder komplexere pathobiochemische Abläufe, wie der Eisenstoffwechsel, in alphabetischer Folge dargestellt. Die Gliederung erfolgt meist in der Systematik Indikation, Präanalytik, Einflussgrößen, Analytik, Referenzbereiche und Beurteilung, wobei letztere manchmal ausführlicher sein könnte. Bei den Referenzbereichen ist keine Literatur angegeben, so dass der Leser nicht erfährt, für welches Verfahren diese ihre Gültigkeit haben. Bei manchen Parametern, wie dem löslichen Transferrinrezeptor, wird nur auf den Eisenstoffwechsel verwiesen. Die Aussagen im klinischen und auch im Laborteil sind nicht durch Literaturangaben abgesichert. Lediglich am Ende der klinischen Beiträge wird Literatur genannt, und nur darüber ist ein gewisser Bezug zum Inhalt des Beitrags möglich. Der Laborteil enthält fast keine Literaturangaben.

Insgesamt gibt die Kombination von klinischem Teil und Laborteil einen integrativen Überblick von der Verdachtsdiagnose über Diagnosestrategien zu relevanten Laboruntersuchungen, deren Inter-pretation im Laborteil aufgezeigt wird. Das Laborbuch ist allen Ärzten zu empfehlen, die Laboruntersuchungen anfordern und bewerten müssen. Lothar Thomas

Walter G. Guder, Jürgen Nolte (Hrsg.): Das Laborbuch für Klinik und Praxis. 2. Auflage. Urban & Fischer, Elsevier GmbH, München 2009, 1098 Seiten, gebunden, 99,95 Euro
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