ArchivDeutsches Ärzteblatt10/2010Friedrich Specht † Streiter für die Kinder- und Jugendpsychiatrie

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Friedrich Specht † Streiter für die Kinder- und Jugendpsychiatrie

Dtsch Arztebl 2010; 107(10): A-449 / B-397 / C-387

Rothenberger, Aribert

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Friedrich Specht. Foto: UMG
Friedrich Specht. Foto: UMG
Prof. Dr. med. Friedrich Specht, erster und langjähriger Leiter der Abteilung für Kinder- und Jugendpsychiatrie an der Universität Göttingen, ist am 27. Januar im Alter von 85 Jahren gestorben. Er war bis zuletzt ein beharrlicher Streiter für eine eigenständige Kinder- und Jugendpsychiatrie sowie für die Belange psychisch kranker Kinder und Jugendlicher.

Specht wurde 1924 in Emden geboren. Noch während der Wehrdienstzeit studierte er Medizin. Nach der Entlassung aus US-amerikanischer Kriegsgefangenschaft begann er in Göttingen eine psychiatrische Versorgung für Kinder und Jugendliche aufzubauen. 1970 nahm er den Ruf auf die neu eingerichtete Professur der von ihm gestalteten Abteilung für Kinder- und Jugendpsychiatrie an der Universität Göttingen an, die er bis 1994 leitete.

Er war unter anderem Mitglied der Sachverständigenkommission der Psychiatrie-Enquete, der Bundeskonferenz für Erziehungsberatung sowie des Vorstandes seiner Fachgesellschaft. Als Fachberater begleitete Specht schon früh eine sozialtherapeutische Anstalt im Justizvollzug.

Für seine Verdienste um die Versorgung psychisch kranker und behinderter Kinder und Jugendlicher sowie seinen Einsatz für die Sozialtherapie erhielt er 1985 das Bundesverdienstkreuz am Bande.
Prof. Dr. med. Aribert Rothenberger
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