ArchivDeutsches Ärzteblatt25/1997Lymphozytäre Gastritis bei Sprue

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Lymphozytäre Gastritis bei Sprue

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LNSLNS 1988 wurde von Haot und Mitarbeitern erstmals eine lymphozytäre Gastritis bei Patienten mit Glutenenteropathie beschrieben. Die Autoren führten Permeabilitätsstudien mit Sucrose bei 43 erwachsenen Patienten mit Zoeliakie und 30 gesunden Kontrollen durch. Die Testlösung enthielt 20 g Sucrose, 10 g Lactulose und 5 g Mannitol in 100 ml Wasser. Bei 60 Prozent der Zoeliakie-Patienten fand sich eine Erhöhung der gastralen Permeabilität für Sucrose; dies korrelierte mit der intraepithelialen Lymphozytenzahl im Antrum. Die intestinale Permeabilität wurde mittels Lactulose und Mannitol gemessen und war bei 69 Prozent der Zoeliakie-Patienten erhöht. Hier korrespondierte die gesteigerte intestinale Permeabilität mit der Zahl der intraepithelialen Lymphozyten im Duodenum. Offensichtlich ist bei der Zoeliakie nicht nur die Dünndarmschleimhaut, sondern auch die Magenschleimhaut im Sinne einer lymphozytären Gastritis mit erhöhter gastraler Permeabilität betroffen. w


Vogelsang H, Oberhuber G, Wyatt J: Lymphocytic gastritis and gastric permeability in patients with celiac disease. Gastroenterology 1996; 111: 73-77.
H. Vogelsang: Department of Gastroenterology and Hepatology, University Clinic of Internal Medicine IV, Department of Cinical Pathology, Währinger Gürtel 18-20, A-1090 Wien, Österreich.

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