ArchivDeutsches Ärzteblatt10/1996Stillen als Vorbeugung für atopische Disposition

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Stillen als Vorbeugung für atopische Disposition

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LNSLNS Stillen in den ersten sechs Lebensmonaten schützt Kinder vor atopischen Erkrankungen. Diese Theorie bestätigte eine prospektive Studie der Universität Helsinki, in der 150 Kinder, die unterschiedlich lange gestillt wurden, 17 Jahre lang nachbeobachtet wurden. Die Stilldauer der Kinder wurde registriert, und feste Nahrungsmittel wurden nach einem bestimmten Schema eingeführt. Andere Umweltfaktoren wie Haustiere oder Rauchen in der Familie wurden nicht beeinflußt. Bei Kindern, die gar nicht oder weniger als einen Monat gestillt wurden, traten am häufigsten atopische Erkrankungen auf. Im Alter von 17 Jahren litten 65 Prozent dieser Gruppe an respiratorischen Störungen wie Pollenallergie oder Asthma. Kinder, die mindestens sechs Monate voll gestillt wurden, litten am seltensten unter Ekzemen oder Nahrungsmittelallergien. Bei ihnen zeigten sich respiratorische Allergien am Ende der Beobachtungszeit bei 42 Prozent. Stärker beeinträchtigende Atopien traten bei acht Prozent dieser Jugendlichen auf, verglichen mit 54 Prozent in der nicht oder kaum gestillten Vergleichsgruppe. silk
Saarinen U M; Kajosaari M: Breast-feeding as prophylaxis against atopic disease: prospective follow-up study until 17 years old. Lancet 346, 1995, 1065–1069.
Dr. Ulla M. Saarinen, Children’s Hospital, Stenbäckinkatu 11, 00290 Helsinki, Finnland

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