ArchivDeutsches Ärzteblatt25/1997Preiswert telefonieren: Callback-Dienste immer gefragter

VARIA: Technik für den Arzt

Preiswert telefonieren: Callback-Dienste immer gefragter

Bantle, Frank

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LNSLNS Wer beruflich häufig nach England telefoniert, zahlt derzeit 0,96 DM pro Gesprächsminute im Normaltarif. Macht bei 10 Minuten 9,60 DM. Die gleiche Leistung bieten die privaten Telefongesellschaften BCS Business für 8,60 DM, Kallback Europe für 6 DM und TelecCom für 5,70 DM. Möglich machen es sogenannte Callback-Dienste, mit denen sich internationale Gespräche auch von Deutschland aus kostengünstig abwickeln lassen. USA-Telefonate und Talks nach Asien sind im CallbackVerfahren erheblich billiger als die Telekom-Angebote.
Aufgrund des enormen Interesses und eines Einsparpotentials von bis zu 40 Prozent wollen wir das Thema erneut aufgreifen - zumal sich in den letzten Monaten neue Anbieter auf dem Markt etablierten und auch die dazugehörigen Least Cost Router (Gebührenermittler) immer mehr Abnehmer finden. Beim Callback-Verfahren ist der Name Programm: Der Teilnehmer wird nämlich zurückgerufen. Hat er einen Vertrag mit einem oder mehreren Anbietern abgeschlossen, wählt er für internationale Verbindungen die Nummer eines Vermittlungscomputers in den USA oder England. Die Maschine identifiziert den Anrufer und ruft binnen Sekunden zurück. Jetzt kann der Kunde über eine preiswerte amerikanische oder englische Amtsleitung sein Gespräch führen. Einige Callback-Dienste offerieren nun auch die Variante Direct Call. Sie ist noch komfortabler, weil der Nutzer über eine gebührenfreie Nummer direkt in den Vermittlungscomputer einsteigt und auf der gleichen Leitung weitertelefonieren kann. Bezahlt werden die Auslandsgespräche per Bankeinzug oder Kreditkarte.
Neben amerikanischen und englischen Branchenriesen wie AT & T, Worldcom oder MTC Passport sind es zunehmend auch viele deutsche Service-Provider, die mit günstigen Tarifen locken. Dies führt - HandyBesitzer wissen schon Bescheid - leider auch zu einem Tarifdschungel mit zuweilen dubiosen Angeboten. Hilfreiche Dienste leisten deshalb "Least Cost Router". Die kleinen Gebührenermittler sind Wählautomaten, die zwischen Telefonanlage und Hauptanschluß geklemmt werden. Bei der Wahl einer internationalen Rufnummer vergleicht der Automat die anfallenden Kosten zwischen Telekom und privatem Callback-Dienst. Je nach Gebührentarif legt der Least Cost Router (Preis: um 500 DM) den Anrufer dann auf die Telekom- oder Callback-Leitung. Noch praktischer ist eine Smartbox. Sie kann aus bis zu zehn Telefongesellschaften die jeweils günstigste Verbindung auswählen. So kann es sein, daß ein Kunde mit der Telekom preiswerter nach Japan telefonieren kann, nach Asien mit Callback-Anbieter A, aber nach England mit Callback-Anbieter B.
Fazit: Mit Callback-Diensten lassen sich kräftig Gebühren sparen. Allerdings lohnt sich das Verfahren nur, wenn ein Kunde für mehr als 100 DM monatlich mit dem Ausland telefoniert. Denn die meisten Anbieter verlangen eine einmalige Anmeldegebühr und später häufig eine monatliche Servicegebühr oder einen garantierten Mindestumsatz (in der Regel ab 30 DM). Bevor ein Vertrag mit einem Callback-Dienst geschlossen wird, empfiehlt es sich, folgende Punkte abzuklären: Wie lange sind die Tarife gültig? Wie lange dauert der Zeittakt? Gibt es eine Gesprächsübersicht? Welche Länder lassen sich erreichen? Fällt eine Grundgebühr an? In welcher Währung und zu welchem Umtauschkurs wird abgerechnet? Frank Bantle
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