ArchivDeutsches Ärzteblatt10/1996Die morphologische Entwicklung der atrophischen Gastritis

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Die morphologische Entwicklung der atrophischen Gastritis

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LNSLNS Der Übergang der Oberflächengastritis zur chronisch atrophischen Gastritis dauert nach Untersuchungen von Siurala etwa 20 Jahre. Da der chronischen Magenschleimhautentzündung fast immer eine Infektion der Magenschleimhaut mit Helicobacter pylori zugrundeliegt, kommt der antibiotischen Therapie dieser Infektion zur Prävention der atrophischen Gastritis als Wegbereiter des Magenkarzinoms eine zunehmende Bedeutung zu. Die Autoren weisen darauf hin, daß eine langdauernde antisekretorische Behandlung dazu führt, daß sich Helicobacter pylori vom ursprünglichen Besiedlungsort Antrum auf die Korpusregion ausbreitet und damit die Progression der atrophischen Gastritis verstärkt. Sie empfehlen deshalb, bei Helicobacter-pylori-positiven Patienten vor Institution einer Langzeittherapie mit antisekretorisch aktiven Substanzen eine Eradikationstherapie vorzuschalten, um einer Verschlechterung der Gastritissituation im Magen vorzubeugen. Dies gilt insbesondere für Patienten mit einer Refluxkrankheit der Speiseröhre. Bei diesen ist in 50 bis 80 Prozent eine Dauertherapie mit Protonenpumpenblockern erforderlich. W


Kuipers E J, Lee A, Klinkenberg-Knol E C, Meuwissen S G M: Review article: the development of atrophic gastritis – Helicobacter pylori and the effects of acid suppressive therapy. Aliment Pharmacol Ther 1995; 9: 331–340.
Department of Gastroenterology Free University Hospital, PO Box 7057, 1007 MB Amsterdam, Niederlande

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