ArchivDeutsches Ärzteblatt26/1997Therapierichtungen: Auf hohem Roß

SPEKTRUM: Leserbriefe

Therapierichtungen: Auf hohem Roß

Hackethal, Julius

Zu dem Kommentar "NOG - Nicht Ohne Glaubensmedizin?" von Dr. med. Günter Hopf in Heft 22/1997
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LNSLNS Auch die Neuzeitschulmedizin ist eine Glaubenswissenschaft, nicht nur die "Alternativmedizin". Alternativmedizin leitet sich ab von (lat.) alternare gleich abwechselnd tun (aber nicht nur anders tun). Abwechselnd mit der Schulmedizin oder ergänzend dazu, wo die Schulmedizin keine ausreichenden Heilhilfen hat. Im Paragraphen 2 SGB stand schon immer: "Behandlungsmethoden, Arznei- und Heilmittel der besonderen Therapierichtungen sind nicht ausgeschlossen. Qualität und Wirksamkeit der Leistungen haben dem allgemein anerkannten Stand der medizinischen Erkenntnisse zu entsprechen und den medizinischen Fortschritt zu berücksichtigen."
Bislang kamen die wirklichen Fortschritte in der Medizin immer nur von Andersdenkenden, die anfangs meistens sogar verteufelt wurden. Es ist ein Segen, daß nun endlich die "besonderen Therapierichtungen" ausdrücklich in den Leistungskatalog der GKV aufgenommen werden. Wer anders soll sie denn beurteilen als diejenigen, die damit praktische Erfahrung haben? Ein "klassischer Schulmediziner" kann das doch gar nicht! Betrüger gibt es unter den klassischen Schulmedizinern mindestens genauso viele wie unter den Alternativmedizinern. Der Kollege Hopf sollte vom hohen Roß heruntersteigen.
Prof. Dr. med. Julius Hackethal, Eubios-Gutsparkklinik, 83083 Riedering-Spreng
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